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Neonazis klagen gegen Route

Bad Nenndorf / Nazi-Demo Neonazis klagen gegen Route

Die vorläufige Demonstrationsroute der Neonazis für Sonnabend, 3. August, steht fest. Von der Versammlungsbehörde ist geplant, dass sich die Neonazis um 12 Uhr im Bereich des Bahnhofs Ecke Bornstraße zu ihrer Auftaktkundgebung versammeln.

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So sieht sie aus: Die von der Versammlungsbehörde den Neonazis zugewiesene Route durch Bad Nenndorf.

Quelle: Karte: openstreetmap.org

Bad Nenndorf . Ihr Weg bis an den hinteren Bereich des Winckler-Bades an der Poststraße führt über Bornstraße zur Kreuzstraße, über die Horster Straße, Am Thermalbad, dann über die Kampstraße auf die Hauptstraße und von dort aus durch den Weg an der Wandelhalle auf die Poststraße (siehe Grafik). Die Neonazis gaben indessen auf ihrer anonymen Organisationshomepage bekannt, dass sie gegen die Routenführung juristisch vorgehen wollen. Sie kündigten an: „Die uns auferlegten Schleichwege in eine kleine Gasse hinter dem Kurpark werden wir sicherlich nicht beschreiten.“

Frank Kreykenbohm, Leiter der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, sieht diese Routenführung, die einen Tausch darstellt, als äußerst positiv an, „weil es ein Signal gegen die Ohnmacht der Bad Nenndorfer Bürger ist“, die bisher sonst immer die Neonazis durch ihre Bahnhofstraße passieren lassen mussten. Zudem, so Kreykenbohm, werde durch die bürgerliche Demonstration, die unter dem Dach des DGB auf der Bahnhofstraße und vor dem Winckler-Bad abgehalten wird, eine geringere Einschränkung für den Straßenverkehr bestehen.

Die Planungen für die Absicherung der Neonaziroute würden zurzeit erarbeitet. Kommende Woche sollen Beamte vor Ort das Straßengelände aufklären und mögliche Gefahrenstellen feststellen. Diese würden dann durch ein Sperrkonzept, bei dem auch Hamburger Gitter eingesetzt werden, gesichert, so Kreykenbohm.

Die Polizei rechne mit rund 250 auswärtigen Demonstranten aus der linksextremen Szene, die auch dieses Jahr wieder versuchen würden, die Neonazidemo auf ihrem Weg zu stören. „Wir wissen nicht, ob diese Leute sich in die bürgerliche Demonstration einreihen und später ausbrechen oder eine eigene Versammlung planen“, meint Kreykenbohm. Die Organisatoren der Gegendemonstration hätten sich jedoch im Vorfeld von linksextremistischen Aktivitäten und Akteuren distanziert.

Beim Landkreis Schaumburg, der Versammlungsbehörde, ging am späten Mittwochabend indessen eine weitere Versammlungsanmeldung ein. „Wir prüfen noch, ob die anmeldende Person tatsächlich existiert“, sagt Dezernatsleiterin Ursula Müller-Krahtz. Bisher kenne die Versammlungsbehörde nur die E-Mail-Adresse des Anmelders. Die angemeldete Route würde sich sowohl mit der Neonazi-Strecke als auch der Route der Bürger-Gegendemo überschneiden. on

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