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Neue Baustelle auf der A 2 - Staus vorprogrammiert

2000 Baken, 7350 Meter Baustelle Neue Baustelle auf der A 2 - Staus vorprogrammiert

Auf der Autobahn 2 zwischen Bad Nenndorf und Wunstorf-Kolenfeld ist eine Baustelle zur Fahrbahnerneuerung wegen Spurrillen und Längsrissen in der Fahrbahnoberfläche eingerichtet worden.

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Mit schwerem Gerät und vielen Maschinen wird die Fahrbahndecke der A2 derzeit bearbeitet - hier Höhe Bückethaler Knick.

Quelle: cap

Bad Nenndorf (cap). Die Abfräsarbeiten an der 18 Jahre alten Oberfläche begannen gestern. In beide Richtungen stehen auf einer Länge von 7350 Metern nur zwei statt drei Fahrstreifen zur Verfügung. Behinderungen sind programmiert.

 Das Einrichten der Baustelle begann am Montag mit dem Positionieren der rund 2000 Baken und dem Aufstellen von etwa 1000 Stahlgleitwänden zu je acht Meter Länge und 60 Zentimeter Höhe als lose Metallmittelschutzwand. „Seit Einrichtung der Baustelle darf der Streckenabschnitt nur mit höchstens 80 Stundenkilometern passiert werden. Das wird die Autobahnpolizei während der Baumaßnahmen überwachen“, sagt Rüdiger Möhring vom Zentralen Verkehrsdienst der Polizeidirektion Hannover.

 „Die Strecke passieren täglich etwa 100000 Fahrzeuge“, sagt Ralf Buddensieck von der zuständigen Autobahnmeisterei Lauenau. „Seit Freitagmorgen tragen drei Asphaltfräsmaschinen die alte Deckschicht von drei Fahrstreifen und dem Standstreifen auf etwa 130000 Quadratmetern in Bahnen von 220 Zentimeter Länge ab“, sagt Rudi Karlibowski, Polier von der Autobahnmeisterei Lauenau. Pro Maschine werden in drei Minuten etwa 27 Tonnen Fräsgut abgetragen, das jeweils in einen vorausfahrenden Muldenkipper gelangt und zum Recyceln abgefahren wird.

 In einem Zwei-Stunden-Umlauf kommen 60 Lastwagen zum Einsatz – rund um die Uhr, drei Tage lang. Am Montag wird der neue Asphaltbinder aufgetragen, und drei Tage später kommt die Deckschicht darauf. Zuletzt wird eine neue Fahrbahnmarkierungsfolie aufgeklebt. Wenn alles fertig ist, werden die Verkehrssicherungsmaßnahmen zurückgebaut und die beiden Mittelstreifenüberfahrten geschlossen. „Am 26. Mai soll der Verkehr dann über die neue Fahrbahn fließen“, sagt Buddensieck. Die Bauarbeiten werden etwa zwei Millionen Euro kosten.

 „Ein Überholverbot für Lastwagen besteht bereits sechs Kilometer aus jeder Richtung vor der Baustelle. Damit wollen wir einer Abstandsunterschreitung von Lastwagen entgegenwirken“, so Möhring. Zusätzlich wurde für die Trucker ein CB-Funk-Warner eingerichtet. Darüber erhalten die Fahrer in vier Sprachen Informationen zur aktuellen Verkehrslage.

 Alle weiteren Informationen zu Staus und Empfehlungen zu Umleitungsstrecken werden von der Verkehrsmanagementzentrale in Hannover für die Radiosender und Navigationsgeräte veröffentlicht. Möhring appelliert an alle Kraftfahrer, ab Beginn der Baustelle besonders aufmerksam zu sein. Darüber hinaus sind die Abstände zum vorausfahrenden Fahrzeug mit etwa 40 Metern und die maximale Höchstgeschwindigkeit einzuhalten. „Das werden wir überwachen“, sagt der Beamte.

 Laut der Regionsleitstelle Hannover werden bei Verkehrsunfällen mit Verletzten, Fahrzeugbränden und anderen Notfällen im Bereich der Autobahnbaustelle die Ortsfeuerwehren aus Barsinghausen und Wunstorf alarmiert – so, wie es nach den Alarmplänen der beiden Stadtbrandmeister im Einsatzleitrechner hinterlegt ist.

 Die im Einsatzfall benötigten Rettungswagen werden von den nächsten Rettungswachen aus Barsinghausen, Seelze und Wunstorf entsandt. Zusätzlich könnte über die Leitstelle Schaumburg ein Rettungswagen aus Rodenberg angefordert werden.

 Notärzte würden mit den beiden in Hannover stationierten Rettungshubschraubern oder – fahrzeuggebunden – aus Gehrden, Hannover, Stadthagen und Rinteln zu einem Verkehrsunfall oder sonstigen Notfällen alarmiert, sofern sie nicht schon anderweitig im Einsatz sind.

 Sollte den Hilfskräften eine Anfahrt mit Großfahrzeugen wegen zu enger Fahrbahnverhältnisse nicht möglich sein, müssten die Einsatzfahrzeuge an den vor und hinter der Baustelle gelegenen Anschlussstellen warten, bis seitens der Autobahnpolizei die beiden Gegenfahrstreifen freigeräumt sind. Bis zum 26. Mai hoffen nun alle Beteiligten, dass es zu solchen Szenarien nicht kommt.

Bauarbeiten und Autobahnbaustelle in Zahlen: - 4. Mai 2015: Beginn der Bauarbeiten- 1996 bis 1998: Fahrbahn gebaut - 100 000 durchfahrende Fahrzeuge pro Tag- 7,35 Kilometer Länge der Baustelle- 80 km/h Höchstgeschwindigkeit - 2 Fahrstreifen Richtung Berlin und Dortmund- 8 Kilometer lose Stahlgleitwand errichtet- 1000 Baken aufgestellt- 100 Hinweis- und Warnschilder bereitgestellt- 12 Kilometer gelbe Fahrbahnmarkierungsstreifen verklebt- 130 000 Quadratmeter Fräsgut zum Recyceln abgefahren- 60 Muldenkipper mit jeweils etwa 27 Tonnen Fräsgut fahren im zweistündigem Umlauf rund um die Uhr für drei Tage- eingebauter Asphalt: - 130 000 Quadratmeter Decke zu 4 Zentimeter Höhe- 130 000 Quadratmeter Binder zu 8 Zentimeter Höhe- gesperrter Rastplatz Bückethaler Knick: - 70 Lkw-Parkplätze und- 80 Pkw-Parkplätze entfallen- 2 Millionen Euro kosten die Bauarbeiten- 26. Mai 2015: Freigabe der erneuerten Fahrbahn

Informationen zur Verkehrslage auf der A2 gibt es unter www.vmz-niedersachsen.de

 

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