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Neue Kita: Verhandlungen mit PLSW

Acht Gruppen unter einem Dach + Kommentar Neue Kita: Verhandlungen mit PLSW

Die Samtgemeinde Nenndorf hat Verhandlungen mit der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland (PLSW) aufgenommen, um dieser möglicherweise Bau und Trägerschaft der geplanten neuen Kindertagesstätte zu übertragen. Was mit dem Personal der Kindertagesstätte (Kita) Bahnhofstraße geschieht, ist noch offen.

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„Die gescheckte Kita“ hat die PLSW im Jahr 2012 eröffnet.

Quelle: gus

Bad Nenndorf.  Doch Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt betont: „Es geht nichts an unserem Personal vorbei. Niemand wird schlechter gestellt als jetzt.“ Ein Gespräch mit den Mitarbeiterinnen der Bahnhofstraßen-Kita hat Schmidt bereits geführt. Zwei grundsätzliche Möglichkeiten bestehen: Entweder werden die Erzieherinnen von der Lebenshilfe in deren Belegschaft übernommen, oder die Stadt schließt einen Vertrag mit der PLSW zur Personalgestellung.

 Letztgenannte Lösung würde bedeuten, dass die Samtgemeinde weiter die Gehälter bezahlt, dies aber mit den Zahlungen an den Träger der neuen Kita verrechnet. Denn wie bei jeder anderen Tagesstätte zahlt die Kommune die Deckungslücke, die beim Betrieb entsteht. Die Finanzierung von Betreuungsplätzen für Kinder basiert in aller Regel auf drei Säulen: Elternbeiträge, Landesmittel und kommunaler Anteil.

 Ob und wie sich PLSW und Samtgemeinde am Ende einigen, werden die Verhandlungen zeigen. Allerdings hat die Lebenshilfe in Bad Nenndorf vor rund vier Jahren bereits das Entdeckerhaus, eine Kita mit breitem pädagogischen Spektrum, eröffnet. Über das äußere Erscheinungsbild wird seither kontrovers diskutiert. Wegen der dreifarbigen Musterung von Mauern und Dach ist im Volksmund wahlweise von „der bunten Kita“ oder auch von „der gescheckten Kita“ die Rede. Schmidt zufolge hätte die Samtgemeinde ein Mitspracherecht bei der Gestaltung.

 Aber so weit sind beide Seiten noch längst nicht. „Es ist noch vieles offen“, sagt Schmidt. Die Geschäftsbereichsleiterin Kinder und Familie bei der PLSW, Franka Stefanski, möchte sich erst dann äußern, wenn eine Einigung in Sicht ist.

 Was allerdings bereits feststeht, sind die Größe und der Standort. Die Samtgemeinde möchte die Kita zwischen dem Feuerwehrhausneubau und dem Baugebiet Hinteres Hohefeld platzieren. Abgerückt ist Schmidt mittlerweile von der Option, zwei separate Kitas zu bauen. Die neue Einrichtung soll insgesamt acht Gruppen beinhalten und pädagogisch zweigeteilt sein.

 Vier Kindergartengruppen (Kinder zwischen drei und sechs Jahren) und vier Krippengruppen (Kinder zwischen einem Jahr und drei Jahren) sollen entstehen. Es sei geplant, unter einem Dach zwei getrennte Einrichtungen mit jeweils einer Leitung anzusiedeln. Schmidt begründet dies mit dem steigenden Bedarf an Krippenplätzen. Etwa 35 Mitarbeiter wird die neue Kita haben, der Kindergarten Bahnhofstraße hat derer neun. Ende 2016 soll Baubeginn sein, 2018 sollen die ersten Kinder die Acht-Gruppen-Kita besuchen.

gus

Bitte kein zweites Lego-Haus

Nicht wenige Bad Nenndorfer dürften bei dieser Nachricht mindestens innerlich aufstöhnen: Die Lebenshilfe baut wieder einen Kindergarten in Bad Nenndorf. Denn das Entdeckerhaus hat viele Kritiker. Nicht falsch verstehen: Die fachliche Betreuung in der Kita mag tadellos sein. Doch das Gebäude selbst zieht dem Betrachter glatt die Brille von der Nase. Fünf Jahre lang hatten die Bad Nenndorfer Zeit, sich daran zu gewöhnen, dass nicht nur dreifarbige Mauern, sondern auch gleich noch ein dreifarbiges Dach neben dem Sportgelände hochgezogen wurden. Aber das Kopfschütteln hält an. Kinder mögen es bunt, das ist unstrittig. Dafür gibt es ja auch Bauklötze, Spielzeugautos und, und, und. Doch bei allem Humor, solch ein Desaster darf Bad Nenndorf nicht noch einmal widerfahren. Deshalb geht die inständige Bitte an beide Seiten, diesmal ein Haus zu planen, das weniger nach dem Ergebnis eines Wutanfalls beim Lego-Spielen aussieht.

Von Guido Scholl

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