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Neue Schaltanlage kostet 250 000 Euro

Klärwerk Bad Nenndorf Neue Schaltanlage kostet 250 000 Euro

Unverhofft kommt oft – und kann dazu noch richtig teuer werden: Weil die Schaltanlage der Kläranlage Bad Nenndorf nach 30 Jahren den Geist aufgegeben hat, muss schleunigst ein Ersatz her. Damit steht der Samtgemeinde für 2016 eine weitere kostenintensive Anschaffung ins Haus. Die Gesamtkosten schätzt die Verwaltung auf knapp 250 000 Euro.

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Bad Nenndorf (kle). Die genannte Anlage ging im Januar 1985 in Betrieb, wie Verwaltungsmitarbeiter Olaf-Karsten Scharrer in der Sitzungsvorlage erklärte. Anfang Juni dieses Jahres gab es eine Störung der elektrotechnischen Anlage, „mehrere Mess-, Steuer- und Regelgeräte für die Ablaufmessung und mehrere Höhenstandsmessungen“ waren ausgefallen. Der große Knall folgte nur wenige Wochen später am 29. Juni, der Grund war ein Defekt am Netzschalter, am Steuer- und Batterieladegerät. Es kam zu einer Überspannung an mehreren Bauteilen und damit zum Totalausfall der Schaltanlage. „Die Kläranlage Bad Nenndorf wurde vier Tage über eine von Hand betriebene Notstromversorgung in Gang gehalten“, so Scharrer. Glücklicherweise habe die Hohnhorster Firma Elog bei der Fehlersuche und -behebung geholfen, sodass der Betrieb schnell wieder aufgenommen werden konnte. Aber „aufgrund des baulichen Zustandes und vorhandenen Bestands der Schaltanlage ist es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Ausfall eintritt. Daher ist es sinnvoll, die Schaltanlage 2016 zu erneuern.“
Ein Problem dabei sei, dass die Anlage im laufenden Betrieb erneuert werden muss. Daher muss an einer anderen Stelle des Geländes eine neue Anlage gebaut werden, wie Scharrer erklärte. Aus Kostengründen empfahl die Verwaltung einen Container statt einen Massivbau als „Sitz“ für die neue Anlage.
Die Kosten von 243 000 Euro setzen sich zusammen aus dem Container samt Fundament (56 000 Euro), der Schaltanlage selbst (137 000 Euro) und der Umverlegung der Steuerkabel (50 000 Euro).
Trotz der Kostenhöhe bestand für den Wirtschaftsausschuss durch alle Parteien hinweg kein Zweifel an der Notwendigkeit der Maßnahme. Nach 30 Jahren sei die Erneuerung der Anlage letztlich auch „praktizierter Umweltschutz“, befand Sigmar Sandmann (SPD). Werner Bövers (CDU) erkundigte sich, ob sich zum Ausgleich eine für 2016 geplante Maßnahme schieben lasse, um das nötige Geld an anderer Stelle einzusparen. Das sei in diesem Fall nicht nötig, erklärte Scharrer, da der Ausbau des Regenwasserkanals an der B 442 für insgesamt 285 000 Euro sich verzögert habe und die somit „übrigbleibenden“ Haushaltsmittel für die Kläranlage verwendet werden können.

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