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Neuer Anlauf für zweite Treppe

Fußgängerzone Neuer Anlauf für zweite Treppe

Bekommt Bad Nenndorf nun doch eine zweite Treppe hinauf zur Fußgängerzone? Ein SPD-Vorstoß in dieser Sache lässt hoffen. Denn dass die Stufen neben dem Polizeigebäude nie entstanden sind, hatte vor etwas mehr als neun Jahren zu einem heftigen Disput geführt.

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Am Stadtbalkon könnte jetzt eine zweite Aufstiegsmöglichkeit entstehen.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Als nach dem Abriss des Ceha-Bock-Gebäudes das jetzige Geschäftshaus mit Rossmann und Penny entstand, sollten eigentlich links und rechts davon Treppen hoch zur Fußgängerzone führen. Dazu kam es nie. Jetzt brachte SPD-Ratsherr Ralph Tegtmeier den Bau der zweiten Treppe wieder ins Spiel. Die Polizei plane für 2017 ihren Umzug in den Rewe-Komplex. Und die Ordnungshüter waren es schließlich, die dem Vorhaben in 2007 einen Riegel vorgeschoben hatten.

Das Sprachbild passt: Die Polizei lehnte die zweite Treppe ab, weil sie unmittelbar neben den Arrestzellen des Kommissariats verlaufen wäre. Sicherheitsgründe sprachen dagegen – vielmehr wollte die Polizei zusätzliche Videokameras an der betreffenden Außenwand installieren. Schließlich lag dieser Gebäudeteil nach dem Ceha-Bock-Abriss gänzlich frei – zuvor hatte das Nachbarhaus fast bis an die Wand herangereicht.

Erste Treppe zu steil für ältere Passanten

Dem Investor, Dirk-Wilhelm Rahlfs aus Neustadt, blieb keine andere Wahl als die zweite Treppe zu streichen. Darüber wären die Nenndorfer wohl auch nicht ganz so verschnupft gewesen, hätte die erste Treppe die Passanten nicht bereits auf die Palme gebracht. Denn diese wurde und wird speziell von älteren Menschen als zu steil empfunden. Zu allem Überfluss fällt der daneben installierte Lift ständig aus.

Eigentlich ist die erste Treppe überhaupt nicht steil. Die Stufenhöhe ist sogar im unteren Bereich der Norm (16 bis 19 Zentimeter) angesiedelt. Doch die Planer machten zwei Dinge verkehrt. Alle drei Absätze führen in dieselbe Richtung, wodurch optisch der Eindruck entsteht, die Treppe sei enorm steil und lang. Außerdem: Wer ins Stolpern gerät, läuft Gefahr, viele Meter tief zu stürzen – sogar von ganz oben bis hinunter zum Penny-Parkplatz. Ferner sind die Stufen teils zu stark nach unten geneigt. Beim Hinaufgehen drücken sich die Passanten dadurch im gewohnten Bewegungsablauf leicht nach hinten ab, was den Aufstieg mühseliger macht. Und wer hinuntergeht, hat das Gefühl, er drohe, vornüber zu kippen.

Verwaltung soll Einzelheiten prüfen

Auf der anderen Gebäudeseite ist baulich alles einfacher. Dort fällt der Höhenunterschied geringer aus, weil die Treppe auf dem 2,50 Meter höheren Sparkassenparkplatz enden würde. An dessen anderer Seite führt eine kurze Treppe weiter zum Penny-Parkplatz. Wahrscheinlich müssten die Stufen sogar extrem flach angelegt werden, weil von der Fußgängerzone aus eine große Distanz bis zum gepflasterten Untergrund zu überwinden ist. Doch die Einzelheiten werden nun erst einmal geprüft. Drum bat Tegtmeier die Verwaltung. Deren Chef, Mike Schmidt, begrüßt den Vorstoß.

Kommt die zweite Treppe, könnte dies einem anderen bis dato reichlich vermurksten Element der Fußgängerzone Auftrieb verleihen: Dem sogenannten Stadtbalkon. gus

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