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Bad Nenndorf „Nicht das, was wir wollten“
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf „Nicht das, was wir wollten“
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00:37 07.09.2014
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Bad Nenndorf

Mit einem denkbar knappen Ergebnis von vier zu fünf Stimmen wurde der Antrag der WGN, den Vertrag mit der Part AG gänzlich aufzulösen, dennoch abgelehnt. Dafür soll der Verwaltungsausschuss aber auf die Einhaltung des städtebaulichen Vertrags pochen.

 „Das ist nicht das, was wir wollten.“ Dieser Satz fand sich so oder so ähnlich in fast jedem Beitrag der sichtlich verärgerten Ratsmitglieder. Ursprünglich hatte die Part AG auf dem genannten Areal den Umbau des dortigen Gebäudes in einen Komplex mit einem Rewe-Markt, einem Restaurant, einem Eiscafé sowie vier weiteren Läden mit Parkdeck geplant.

 Dem aktuellen Konzept zufolge sind jedoch keine Einzelhandelsflächen auf dem Parkdeck mehr vorgesehen, wie Hans-Bernhard Kampen, Leiter des Bauamts, erklärte. Außerdem soll der Rewe-Markt nicht mehr, wie ursprünglich geplant, unter, sondern auf gleicher Höhe mit der Tiefgarage angelegt werden. Mit dem Auto könnte das Parkdeck nur noch über die Kampstraße erreicht werden, herunter zur Kurhausstraße führt offenkundig nur eine lange Stahltreppe. Dazu kommen weitere Änderungen, die – optisch wie inhaltlich – den Ratsleuten sauer aufstießen.

 Frank Steen von der WGN graute nicht nur vor der Höhe und der Optik des geplanten Bauwerks. Auch die Nichteinhaltung des Versprechens, viele Parkplätze bereitzuhalten, prangerte er an – zumal diese nicht einmal barrierefrei zugänglich seien. „Das ganze Projekt ist ein tot geborenes Kind“, so Steen. Und man sollte alles daran setzen, es zu verhindern. Michael Kosian (WGN) schlug deshalb vor, die geplante Überbauung der Part AG der ihr zur Verfügung stehenden Fläche um angeblich 38 Quadratmeter zum Anlass zu nehmen, den Vertrag ganz aufzulösen. Nicht zuletzt bei den Zuhörern im Saal kam dieser Vorschlag gut an. „So eine Hässlichkeit“, wie eine Zuhörerin es formulierte, sollte in diesem schönen Teil Bad Nenndorfs den Bürgern nicht „vor die Nase gesetzt“ werden.

 Wenn sie auch mit dem Konzept der Part AG so nicht einverstanden waren, entschlossen sich doch mehr Ratsleute gegen Kosians Vorschlag. Ralph Tegtmeier von der SPD beispielsweise sah wenig Sinn darin, „den einzigen Investor“, der sich für das brachliegende Areal überhaupt interessiere, zu verjagen. „Nachher sitzen wir wieder zehn Jahre auf dem Gelände.“ Kosian warf er zudem vor, den Bürgern mit seinen Behauptungen, das Projekt sei so einfach zu stoppen, Sand in die Augen zu streuen.

 Kampen betonte abschließend noch einmal, dass einige der aktuellen Wünsche der Part AG mit dem städtebaulichen Vertrag ohnehin nicht vereinbar seien. Um sie doch umsetzen zu dürfen, müsste dieser Vertrag erst abgeändert werden. Nach dem Wunsch des Bauausschusses soll nun alles daran gesetzt werden, dass die Vorgaben des städtebaulichen Vertrages eingehalten werden. Anders als der Bebauungsplan gibt dieser spezifischere Vorgaben in Sachen Gestaltung vor. kle

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