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Bad Nenndorf „Nie wieder“
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf „Nie wieder“
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00:16 13.11.2013
Ludmila Nekrasova gedenkt der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus.  Quelle: jps
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Bad Nenndorf. Unter Leitung von Carsten Groß trugen Schüler des GBN mit musikalischen Beiträgen zur andächtigen Stimmung bei.
Christine Cronjäger, stell-vertretende Bürgermeisterin, bezeichnete die Reichspogromnacht in ihrer Ansprache als „perfide Konsequenz“ der antisemitischen Politik der Nationalsozialisten. „Nie wieder“ dürfe so etwas geschehen.

Die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Bad Nenndorf, Ludmila Nekrasova, unterstrich die geschichtliche Bedeutung der Reichspogromnacht als „neue Phase der Judenverfolgung“ und betete für die Opfer. In Bezug auf die von den Neonazis veranstalteten „Trauermärsche“ warnte sie davor, nur mit Nichtbeachtung zu reagieren. Nekrasova fragte, ob man nicht aus der Geschichte gelernt habe, dass man Widerstand leisten müsse. Auch Tatjana Kluge und Jürgen Uebel vom Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt“ stellten klar, dass die heutige Generation zwar keine Schuld, sehr wohl aber eine Verantwortung trage, dass Antisemitismus und Intoleranz keine Plattform bekommen. Die evangelische Pastorin Sabine Lamprecht sowie der katholische Diakon Günter Fichte betonten die Verantwortung der Christen, die „Schuld auf sich geladen haben“.

Dass es Antisemitismus auch in Bad Nenndorf gab, erklärten Schüler des GBN den rund 50 Teilnehmern. Sie erzählten aus dem Leben des Bad Nenndorfer Arztes Ernst Blumberg und verlasen die Namen der Bad Nenndorfer Juden, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. jps

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