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Noch immer keine Lösung für Industrie-Brache

Bad Nenndorf / Bauausschuss diskutiert über alte Möbelfabrik Noch immer keine Lösung für Industrie-Brache

Die ehemalige Möbelfabrik am Krater ist vielen Bad Nenndorfern schon lange ein Dorn im Auge. Seit rund 20 Jahren ist die Fabrik an der B 65 nicht mehr in Betrieb. Der Gebäudekomplex gleicht einer Ruine, das Gelände ist überwuchert. Eine Lösung für die Industrie-Brache konnte der Bauausschuss der Stadt Bad Nenndorf bei seiner jüngsten Sitzung noch immer nicht finden.

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Eingezäunt und verwildert: Die alte Möbelfabrik ist seit 1996 dicht.

Quelle: kil

Von Kirsten Elschner

Bad Nenndorf. Am liebsten würde die Stadt das Grundstück kaufen, aber der Verwaltung sei es seit Jahren nicht möglich, mit dem Eigentümer in Kontakt zu treten, teilte Stadtdirektor Bernd Reese mit. Interessenten für das Grundstück, etwa Banken, gebe es durchaus. Das Gebäude ist aber nicht komplett ungenutzt und leer. In einem Teil lagert der Besitzer offenbar Reifen, weiß Reese. Außerdem sei ein Teil noch bewohnt. Reese gab an, den Eigentümer erneut zu einem Gespräch einzuladen.

Ansässig ist dort laut Briefkastenanschrift die Firma „Euro Tech Germany“. Der Grundstückseigentümer teilte auf SN-Anfrage telefonisch mit, bereits zweimal mit der Stadt Gespräche geführt zu haben. Derzeit führe er Verkaufsgespräche mit anderen Interessenten und er hoffe, dass bald etwas in Gang kommen werde.
Das Rückbaugebot – das Recht einer Gemeinde, ein Gebäude zu beseitigen, wenn es gewisse Bedingungen nicht erfüllt – sei nicht zu empfehlen, hieß es von der Verwaltung. Gutachten, Zahlungsentschädigung – das sei alles ein sehr langer Prozess. Laut Flächennutzungsplan ist das Grundstück als Wohnbauland ausgewiesen.
SPD-Fraktionssprecher Volker Busse stellte den Antrag, den Bebauungs- und Flächennutzungsplan zu ändern, um eine Wohnbebauung in diesem Bereich zu verhindern. So wäre es wieder möglich, andere Flächen in der Stadt als Wohnraum auszuweisen. Der Antrag wurde mit sieben zu zwei Stimmen abgelehnt.

Frank Steen (WGN) erläuterte, er habe nichts dagegen den B-Plan aus den Achtzigern aufzuheben, der F-Plan müsse aber bleiben, damit am Standort weiterhin Wohnbau gewährleistet ist. Das Grundstück könnte in einigen Jahren, wenn die B 65 umgelegt sei, ein attraktiver Wohnstandort an einer dann ruhigeren Kreisstraße sein. Dann könne man erneut über die Brache diskutieren. Den F-Plan aufzuheben, bloß um stattdessen andere Frei- und Ackerflächen als Bauland ausweisen zu können, lehnte er vehement ab.
Wie Bauamtsleiter Bernd Kampen in der Sitzung erklärte, könne der B-Plan sowieso nur zusammen mit dem F-Plan aufgehoben werden, es sei denn, es bestehe eine neue städtebauliche Zielvorgabe.

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