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Nur Schließung wäre schlimm

Kraterzoobesucher bleiben treu Nur Schließung wäre schlimm

Jauchzend beobachtet die kleine Jona (elf Monate) die Bewohner des Streichelgeheges im Kraterzoo. Sven Maurer (40) kommt regelmäßig mit seiner Tochter aus Hannover nach Bad Nenndorf, eine Stippvisite bei den Ziegen darf da natürlich nicht fehlen. Die geplante Reduzierung des Betriebes macht ihn sichtlich betroffen.

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Christina Schulte-Dahmen geht auf Tuchfühlung mit einem Schlappohr.

Quelle: mak

Bad Nenndorf. „Hier ist alles noch sehr ursprünglich“, findet der Familienvater. Für ihn ist es etwas Besonderes, dass die Besucher des Kraterzoos für eine Geldspende so viele Tiere sehen können. Dass diesem vor allem bei Familien sehr beliebten Treffpunkt zeitweilig sogar die komplette Schließung drohte, ist eine Schock-Nachricht für Maurer. „Der Zoo muss in jedem Fall erhalten werden“, findet der 40 Jährige.

 Vor 35 Jahren lief Maurer selbst an der Hand seiner Eltern durch den Park. Mit der Geburt seiner Kinder, die älteste Tochter ist vier, entdeckte er den Zoo für sich wieder. „Wir werden weiterhin herkommen, selbst wenn aus dem Kraterzoo ein kleinerer Tierpark wird“, sagt der Hannoveraner.

 Auch Mandy Neuber (26) aus Gehrden ist fassungslos über die Misere, in der sich die Inhaber befinden: „Der Kraterzoo muss auf jeden Fall bleiben.“ Von einer drohenden Schließung wusste sie bisher noch nichts. „Wenn es weniger Tiere werden, in Ordnung, aber schließen wäre schlimm“, so Neuber.

 Mit Sohnemann Mick (sechs Monate) im Schlepptau ist die junge Mutter lieber im Bad Nenndorfer Zoo unterwegs, als zum Beispiel im Zoo Hannover. „Hier sieht man Tiere aus der Umgebung, auch die Größe des Geländes ist angenehmer.“ Der Besuch des Waschbärgeheges weckt auch gleich Erinnerungen: Als Neuber noch klein war, stibitzte ihr ein Waschbär im Kraterzoo einen Keks.

 Das schöne Wetter zu Wochenbeginn hat außer den Familien auch junge Erwachsene wie Christina Schulte-Dahmen (21) nach Bad Nenndorf gelockt. „Ich weiß erst seit heute, dass es den Zoo gibt“, sagt die Stadthägerin. Ihr erster Eindruck ist positiv: „Ich finde die Umgebung hier sehr schön.“

 Zu dem Spontanausflug überredete sie ihr Begleiter, Manfred Bruns aus Wunstorf. Der 37-Jährige kennt den Zoo wie so viele Menschen aus seiner Kindheit. Ihm fällt nach so langer Zeit, in der er den Zoo nicht besuchte, vor allem der Sanierungsbedarf auf. „Es müsste an manchen Ecken schon etwas gemacht werden, aber was soll man machen, wenn das Geld nicht da ist?“ mak

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Zunehmender Sanierungsbedarf, steigende Belastung für die Inhaber-Familie und emotionale Gründe sind ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen, den Kraterzoo allmählich zu schließen.

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