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Pannenserie reißt nicht ab

Beete müssen entfernt werden Pannenserie reißt nicht ab

Die Baustelle Kampstraße in Bad Nenndorf macht wieder negativ von sich reden. Sechs bereits installierte Pflanzbeete müssen entfernt werden, weil an den Stellen der Gehweg zu schmal ausgefallen ist. Die Stadt hat die Baufirma bereits aufgefordert, die Engpässe zu entfernen.

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Die Pflanzbeete sollen entfernt werden, neue Bäume wird es keine geben an der Kampstraße.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Startverzögerung, fehlende Umleitungsschilder, verkehrte Pflastersteine und so weiter – die wievielte Panne nun an der Kampstraße passiert ist, kann Verwaltungschef Mike Schmidt gar nicht mehr genau sagen. Eines aber schon: „Ich bin allmählich stinksauer.“ Dass der ansonsten meist positiv gestimmte Stadtdirektor so genervt ist, hängt auch damit zusammen, dass diesmal nicht die Baufirma schuld ist. Die hat sich lediglich an die Pläne gehalten.

Im Rathaus schrillen

die Alarmglocken

Die Unterlagen stammen von einem Schaumburger Ingenieurbüro und einem hannoverschen Architekten, mit denen die Stadt schon oft zusammengearbeitet hat. Dass dort nun auch ein Lapsus unterlaufen ist, lässt im Rathaus die Alarmglocken schrillen. Auch, weil dasselbe Ingenieurbüro die Planung für die Mauer gemacht hat, die im Sommer 2015 nach einem Gewitterregen umgestürzt war. Gebaut hatte dort ein anderes Unternehmen als an der Kampstraße. Die Schuldfrage wurde seinerzeit so geklärt, dass Planer und Baufirma je die Hälfte der Instandsetzung übernahmen. Eine Rechtspflicht erkannten beide Unternehmen indes nicht an.

Entstanden ist der jetzige Fehler offenbar in dem komplizierten Planungsprozess, wie ein Experte erklärte, der mit der Baustelle zu tun hat, seinen Namen aber nicht in der Zeitung lesen will. Anfangs wünschten sich Politiker und Anlieger für die Kampstraße drei Dinge auf einmal: Eine breite Fahrbahn, einen Fußweg mit Bordstein und eine Baumreihe. Da Straßenbau aber kein Überraschungsei ist, musste ein Kompromiss gefunden werden. Dabei kam eine Version mit Bordstein und mehreren Pflanzbeeten heraus, die den Gehweg an mehreren Stellen auf eine Breite von 84 Zentimetern reduziert. Es müssen aber 16 Zentimeter mehr sein.

Stadt habe die Bauaufsicht abgetreten

Dies gilt zwar nicht für alte Bürgersteige, an denen große Bäume stehen, weil diese Gewächse einen Bestandsschutz haben, wie Schmidt erklärt. Doch wenn eine Kommune eine Straße erneuert und auch die Bäume neu pflanzt, müssen einen Meter breite Gehwege angelegt werden, um Rollstuhlfahrern ausreichend Platz zu verschaffen. Der Baustellenkenner verweist auf den Umstand, dass die Pläne inklusive der Verengungen von den Stadtgremien und der Verwaltung abgenickt wurden. Dies wiederum lässt Schmidt so nicht gelten, denn die Stadt habe die Bauaufsicht an das Ingenieurbüro abgetreten.

Wie dem auch sei: Die Beete werden nun entfernt, und die Bäume nicht gepflanzt – damit ist der einst gefundene Kompromiss hinfällig. Schmidt geht davon aus, dass die von einer Insolvenz betroffene Baufirma die Korrektur erledigt und dass das Unternehmen die Kampstraße auch fertigstellt. Derzeit ist noch Frostpause.  gus

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