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Parkplatz-Situation: Das ist zu beachten

Bad Nenndorf Parkplatz-Situation: Das ist zu beachten

In Bad Nenndorf gibt es ein großes Angebot an Parkplätzen. Allerdings muss man vor dem Parken schon genau hinschauen, worauf man sich da einlässt. Eine halbe Stunde, drei Stunden, fünf Stunden – alles scheint möglich bis zu uneingeschränkter Parkzeit. Die SN klären auf, warum es Unterschiede gibt und was in der Kurstadt sonst noch zu beachten ist.

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Fünf Stunden sind beim Parkplatz an der Poststraße erlaubt.

Quelle: js

Bad Nenndorf. Die Möglichkeiten im Überblick

Bestes Beispiel für die unterschiedliche Parkdauer geballt auf einem kleinen Gebiet ist der Bereich Kurhausstraße/Hauptstraße/Poststraße. Dort sind viele Haltebuchten zu finden. Allerdings gibt es gleich fünf unterschiedliche Möglichkeiten der Parkdauer.

  • An der Touristinformation gibt es drei Parkplätze, die eine Parkdauer von maximal 30 Minuten zulassen, ähnlich wird auch bei bestimmten Buchten in der Hauptstraße verfahren (Beispiel: auf Höhe des WEZ).
  • An der Kurhausstraße gilt für die dortigen Parkplätze eine Maximal-Dauer von einer Stunde. „Parkbuchten am Straßenrand sind häufig an Art und Umfang des dort ansässigen Gewerbes ausgerichtet“, erklärt Amtsleiter Lutz. Ein bis drei Stunden dürfe man dort in der Regel halten. Befinden sich in der Nähe Geschäfte, in denen man sich meist nur kurzzeitig aufhalte, sei die Parkzeit üblicherweise auf eine Stunde begrenzt, um wechselnden Kundenverkehr zu garantieren.
  • An anderer Stelle ohne Geschäftstätigkeit gebe es keine Parkzeitbeschränkung, damit die Anwohner dort unbegrenzt parken können. So zu beobachten an der Hauptstraße, wo die dreistündige Maximal-Parkzeit an einem gewissen Punkt endet.
  • Der Parkplatz „gegenüber“ dem Thermalbad unterliegt keiner Zeitbeschränkung. Diese Stellfläche gehört allerdings nicht der Stadt, sondern befindet sich im Besitz des Staatsbads. „Hier kann das Land als Badbetreiber auch selbst entscheiden, wie lange dort geparkt werden darf“,so Lutz.
  • Im Gegensatz dazu darf auf dem öffentlichen Parkplatz an der Poststraße nicht unbegrenzt geparkt werden. Doch mit fünf Stunden Parkdauer scheint die Zeit doch angemessen terminiert. „Hier war zunächst eine kürzere Parkzeit geregelt“, erklärt Lutz. Aufgrund des Wegfalls des Parkplatzes am alten Plus-Gebäude, sei die Zeit aber auf fünf Stunden erhöht wurden.

Das sagen Autofahrer

Die Parkregulierung in Bad Nenndorf stößt auf ein unterschiedliches Echo bei den Autofahrern. Das Ehepaar Kahlert aus Gerden kommt seit Jahren wöchentlich in die Kurstadt und findet, dass die Beschilderung „völlig ausreichend“ ist.
Sie stehen auf dem Parkplatz an der Poststraße und wissen, dass dort maximal fünf Stunden Parken erlaubt sind. „Das ist gut geführt, jeder kann sich selbst ein Bild machen, wie lange er braucht“, sagt Karin Kahlert und spricht damit die unterschiedlichen Parkmöglichkeiten an der Kurhaus- sowie Poststraße an.
Christian Breitkreuz war sich dagegen nicht ganz sicher, wie lange sein Wagen in der Parkbucht an der Kurhausstraße stehen darf. „Ich meine, ein Schild gesehen zu haben, und hab die Parkuhr auf eine Stunde gestellt“, sagt der Nienburger. „Aber meine Hand dafür ins Feuer legen möchte ich nicht.“ Im Gegensatz zu Breitkreuz, dessen Vermutung im Übrigen richtig ist, hat Brigitte Bremers das Parkschild an der Kurhausstraße nicht ausmachen können. „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, wie lange ich parken darf“, sagt sie, als sie aus ihrem Auto steigt.
„Ich hab nur sicherheitshalber eine Scheibe reingelegt“, fügt die Ohndorferin. hinzu. Schließlich wisse sie, dass man dort nicht unbegrenzt parken darf. „Vielleicht wollen die in Bad Nenndorf ja auch nicht lange Gäste haben“, sagt die Rentnerin mit einem Lachen.
Nicht alle gehen auf Nummer sicher: Ein Lauenauer, der dem SN-Büro im Haus Kassel einen Besuch abstattete, entdeckte bei der Rückkehr zu seinem Auto an der Kurhausstraße ein Knöllchen, weil er keine Parkscheibe eingelegt hatte. Ein Hinweisschild hatte er nicht gesehen.

Mal eben zu lange geparkt

Bei Überschreiten der Parkzeit richtet sich die Strafe nach der Dauer des Überschreitens“, zitiert André Lutz, Amtsleiter Bildung und Soziales, die Maßnahmen gegen Parksündern. Die Staffelung im Überblick:

Bis 30 Minuten: zehn Euro
Länger als 30 Minuten: 15 Euro
Länger als zwei Stunden: 25 Euro
Länger als drei Stunden: 30 Euro

Das Parken ohne Parkscheibe ist genauso gestaffelt. Fahrzeughalter, die auf Parkplätzen, wo eine Parkscheibe vorgesehen ist, ohne das Instrument stehen, müssen pauschal zehn Euro Verwarngeld zahlen. Sollte das Fahrzeug am selben Tag nochmals kontrolliert werden, wird der Betrag an die Dauer des Überziehens angepasst – genauso wie bei Wagen mit Scheibe, die die Parkzeit schon überschritten hatten.
„Die Bußgelder richten sich übrigens nach dem Bußgeldkatalog der Straßenverkehrsordnung und werden nicht von uns festgelegt“, sagt Amtsleiter Lutz.

Motorradplätze nur für Biker?

Seit einiger Zeit gibt es an der Poststraße in Bad Nenndorf speziell gekennzeichnete Motorradparkplätze. „Der Vorteil liegt darin, dass Motorräder nicht so viel Platz benötigen wie ein Auto und somit mehr Stellplätze errichtet werden können“, erklärt Amtsleiter Lutz. Eine grundsätzlich sinnvolle Maßnahme, wie Lutz kommentiert. Im Winter haben die Biker den Parkflächen mehrheitlich die kalte Schulter gezeigt. Darauf will die Stadtverwaltung reagieren: „Wir werden die Motorradparklätze an der Poststraße im Herbst mit einem Zusatzschild versehen“, verspricht Lutz. So können in der kalten Jahreszeit, wenn sowieso wenig Motorräder unterwegs sind, dort auch Autos parken.

Gebühren sind nicht geplant

In vielen Städten kostet Parken Geld. Amtsleiter André Lutz betont, dass das in Bad Nenndorf aber nicht kommen wird. „Parkgebühren werden generell nicht erhoben“, so der Amtsleiter. Das sei für einen Kurort mit dem Angebot von Bad Nenndorf „sicher eine Ausnahme“. Eine Abkehr von dieser „besucherfreundlichen Regelung“ sei derzeit nicht geplant. Auch nicht bei dem neuen Parkplatz, der auf dem Gelände des ehemaligen Plus-Gebäudes entstehen soll. Neben 20 öffentlichen Parkplätzen müssen dort laut Baugenehmigung 104 Einstellplätze für die entstehenden gewerblichen Angebote entstehen, wie Lutz bestätigt. js

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