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Bad Nenndorf Parteiaustritt wegen Solidarität mit SPD
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Parteiaustritt wegen Solidarität mit SPD
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00:16 06.10.2013
Elisabeth Wegner: „Die Stadt tut mir leid.” Quelle: sk
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Von Vera Skamira

Bad Nenndorf. „Was ist ein Kurhaus?“ fragte die Vorsitzende der Samtgemeinde-Frauen-Union, Elisabeth Wegner, beim Stammtisch der Gruppe. Das Gebäude jedenfalls, dass am Eingang des Kurparks stehe, „hat mit einem Kurhaus überhaupt nichts zu tun“. Besonders Neubürgen falle das flache Ensemble vor dem schönen Parkareal unangenehm auf.

Die Leute empfänden: „Davor steht ein marodes Haus, das nichtssagend wirkt.“ Wegner erinnerte noch einmal daran, dass Kurhaus und Areal vom Staatsbad an die Stadt übergegangen sind und diese nun nach Wegen suchen müsse, mit dem Gebäude klarzukommen. Wegner: „Die Stadt tut mir leid.“

Die CDU-Frauen befürchten für die Bevölkerung, dass sich die Sanierung des Kurhauses sehr lange hinziehen und sich lange nichts am maroden Ensemble-Anblick im Herzen der Stadt ändern wird.

Dass sich viele Bürger für den Erhalt des Kurhauses ausgesprochen haben, stieß in der Stammtischrunde im Parkhotel Deutsches Haus auf großes  Unverständnis. Eine CDU-Frau vermutete, dass die Fragestellung des Entscheids von den Bürgern nicht verstanden worden sei: „Die meisten wussten gar nicht, worum es ging.“

Der Wählergemeinschaft, die den Bürgerentscheid initiiert hatte, attestierten die CDU-Frauen allerdings großes Engagement und wunderten sich, „dass soviel Geld für Werbemaßnahmen bereit stand“.

Der Streit um das Kurhaus hat der Samtgemeinde-CDU inzwischen den Verlust eines Mitglieds gekostet. Wegner berichtete, dass eine Frau aus der Partei ausgetreten sei, weil sich die CDU in Sachen Kurhaus mit der SPD-Fraktion im Stadtrat solidarisiert habe. Beide Fraktionen wollten die Sanierungspläne dauerhaft stoppen und hatten einem Neubau den Vorzug gegeben.

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