Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Pflanzgebot soll in den Bebauungsplan

Bad Nenndorf / Ausschusssitzung Pflanzgebot soll in den Bebauungsplan

Die Stadt Bad Nenndorf soll das Pflanzgebot im Baugebiet „In der Peser“ durchsetzen. Dafür sprachen sich am Dienstagabend mehrheitlich die Mitglieder des Bad Nenndorfer Umweltausschusses aus.

Voriger Artikel
Geschäfte unter die Lupe nehmen
Nächster Artikel
Orientierungsjahr der sportlichen Art

Bad Nenndorf. Doch ganz so leicht ging den Ausschussmitgliedern die Empfehlung für den Rat – mit sechs Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen – nicht von der Hand. Die Problematik hinsichtlich des Pflanzgebotes sei umfangreich, skizzierte Sachbearbeiterin Marina Bartel den Mitgliedern. Um aus den für die Landwirtschaft bestimmten Flächen ein Baugebiet zu machen, mussten Ausgleichsflächen geschaffen werden. Diese sind in die Baugrundstücke als vorgeschriebener Pflanzstreifen integriert. Der Investor pflanzte auf den unbebauten Grundstücken die geforderten Pflanzen, darunter zum Beispiel Hundsrose und Vogelkirsche, an.

 Die späteren Grundstückseigentümer hingegen gestalteten ihren Grünbereich individuell. An manchen Stellen existieren die Pflanzstreifen noch, an anderen Stellen sind sie nicht mehr vorhanden. Damit sei die Ausgleichsfläche entfallen. Dass der Investor seinen Kunden jedoch unmissverständlich mitteilte, dass ein Teil ihres Grundstücks nicht verändert werden dürfe, bezweifelt Bartel.

 Die Pflanzgebote nun jedoch im Bebauungsplan festzuschreiben verursache Kosten. Zum einen bestünde in der Verwaltung nicht die dafür nötige Fachkenntnis, sodass ein Ingenieurbüro damit beauftragt werden müsse, zum anderen sei ein Rechtsstreit mit den Grundstückseigentümern nicht auszuschließen.

 Rein aus juristischen Gesichtspunkten müssen die Ausgleichsflächen bestehen, mahnte Heike Beiersdorfer (WGN) an. Das sah so auch Friedrich Varwig (SPD), wandte jedoch ein, die Grundstückeigentümer vor die Wahl zu stellen: Entweder Pflanzgebot einhalten oder an anderer Stelle eine von der Stadt neu zu schaffende Ausgleichsmaßnahme finanzieren. Diese Wahlfreiheit den Grundstückseigentümern zu geben, werde jedoch kaum funktionieren, warf Städteplaner Ivar Henkel bei einer kurzen Befragung von den Zuschauerplätzen ein. Dieser Meinung schlossen sich die übrigen Ausschussmitglieder an.

 Einig waren sie sich auch darüber, dass bei künftigen städtebaulichen Verträgen die Investoren verpflichtet werden, etwaige Pflanzgebote in den Kaufverträgen festzuschreiben. on

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg