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Pilzzucht „eine saubere Sache“

Fabrik soll kommen Pilzzucht „eine saubere Sache“

Die Ansiedlung der Pilzzucht bei Bad Nenndorf rückt näher. Von einem Besuch beim potenziellen Investor, dem Unternehmen Panbo Systems mit Sitz in Beringe (Niederlande), hat Stadtdirektor Mike Schmidt einen rundum positiven Eindruck mitgenommen, wie er auf Anfrage berichtete.

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Ser Huibers

Bad Nenndorf (gus). Panbo ist die Firma, die bereits vor Jahresfrist Pläne für eine Pilzzucht an der A2 bei Lauenau präsentiert hatte. Von diesem Standort nahm das Unternehmen anschließend jedoch Abstand, ohne dies gegenüber der Kommune zu erklären. Anschließend klopfte Panbo-Chef Ser Huibers im Bad Nenndorfer Rathaus an. Jetzt reiste Schmidt mit einer Banker-Delegation in die Niederlande, um dort über das weitere Vorgehen zu verhandeln. Und auch, um sich einen Eindruck von dem möglichen Investor zu verschaffen.

 Dieser Eindruck ist offenbar gut. Nach detaillierter Vorstellung der Pläne reiste der Stadtdirektor „mit einem sehr guten Gefühl nach Hause“, so Schmidt. An der Seriosität des Unternehmens hege er keine Zweifel, auch nicht an deren ernsthaftem Interesse, bei Bad Nenndorf bauen und produzieren zu wollen.

 Darüber hinaus rechnet Schmidt damit, dass die Pilzzucht „eine absolut saubere Sache“ sein wird. Nach dem, was ihm in den Niederlanden gezeigt worden sei, könnten gar keine Gerüche aus der Produktionshalle nach außen dringen. Solche Bedenken hatten die Lauenauer Bürger im vergangenen Dezember geäußert. Ein von den Banken, die als Geldgeber im Gespräch sind, mitgeschickter Agrar-Ökonom sah dies Schmidt zufolge genauso.

 Das bedeutet aber noch nicht, dass Panbo in nächster Zeit bauen darf. Die politischen Mechanismen inklusive Beteiligung der Öffentlichkeit werden jetzt erst in Bewegung gesetzt. Schmidt wollte jedoch, bevor eine lange Diskussion losgetreten wird, erst einmal abklopfen, wie ernst es Panbo überhaupt meint.

 Ausgehandelt habe die Delegation bei ihrem Besuch, dass das Unternehmen ein Grundstück in der Gehrenbreite kauft. Die dortigen Erweiterungsflächen muss die Stadt aber zunächst selbst in ihren Besitz bringen (wir berichteten). In den Kaufvertrag mit dem Pilzproduzenten soll eine Ausstiegsklausel für den Fall eingearbeitet werden, dass das Vorhaben politisch scheitert. Nur dann könne Panbo einen Rückzieher machen, betont Schmidt. Dieses Vorgehen sei mit den Fraktionssprechern abgestimmt worden.

 Kommt es zum Bau der Pilzzucht, bringt dies 130 neue Arbeitsplätze in die Kurstadt. An sechs Tagen sollen in der Produktionshalle im Dreischichtbetrieb zehn Tonnen Kräuterseitlinge erzeugt werden. Gedacht sind die Speisepilze für den deutschen Markt – und es wäre die erste Produktionsstätte hierzulande. Bislang werden die Seitlinge in Asien gezüchtet, sind dann aber etwa drei Wochen auf See unterwegs, ehe sie in die Ladenregale kommen.

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