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Pläne für Ortseingänge müssen abgespeckt werden

Riepen / Dorferneuerung Pläne für Ortseingänge müssen abgespeckt werden

Die Umgestaltung der Ortseingänge Nord und West im Zuge der Dorferneuerung kann nicht wie geplant umgesetzt werden. Der Landkreis Schaumburg hat zu Details der Entwürfe Bedenken geäußert. Die Pläne für die Riepener Straße und die Beckedorfer Straße sollen nun noch einmal überarbeitet und während einer Bürgerversammlung öffentlich vorgestellt werden.

Riepen (kcg). „Nicht machbar“ sind nach Auskunft von Bauamtsleiter Hans-Bernhard Kampen beispielsweise die von den Anwohnern gewünschten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung wie farbige Gliederungsbänder und Schwellen auf der Fahrbahn. Der geforderte Blitzer sei vom Straßenverkehrsamt mit dem Hinweis auf die geringe Unfallhäufigkeit abgelehnt worden. Auch der Begrünung der Leitplanken und einem Fußgängerüberweg hat der Landkreis nicht zugestimmt.

Konsequenzen für die finanzielle Förderung der Bauarbeiten durch das Dorferneuerungsprogramm hat das aber nicht. Wie Kampen im Bauausschuss erklärte, sei auch die abgespeckte Umgestaltung beider Ortseingänge förderfähig. Das habe ein Gespräch mit dem Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) ergeben. Das Landesamt empfahl der Verwaltung, einen entsprechenden Förderantrag bis Ende März einzureichen. Die überarbeiteten Entwürfe sollen dann im April Bürgern und Politik präsentiert werden.

Auch die Umgestaltung des Wehrweges bis zur Laake und der Bau des Buswendeplatzes können bezuschusst werden und müssen laut LGLN als eine Maßnahme betrachtet werden. Der Grund: Der Umbau der Einmündung des Wehrweges kann nur durch die Verlegung der Bushaltestelle umgesetzt werden. Da die Politik aber noch keine konkreten Beschlüsse zum Bau der Wendeschleife getroffen hat, könne erst im kommenden Jahr mit dem Baustart gerechnet werden. Außerdem soll der Bau des Windparkes bei Riepen abgewartet werden, da die Baufahrzeuge eventuell über den Wehrweg zur Baustelle fahren. Stimmt der Verwaltungsausschuss zu, wird im April der Entwurf für den Buswendeplatz in Auftrag gegeben, teilte Kampen mit.

Weitere Neuigkeit in Sachen Dorferneuerung: Die Verwaltung erarbeitet derzeit ein Beleuchtungskonzept für den alten Dorfkern. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung kann nach Auskunft Kampens ebenfalls mit Mitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm finanziert werden. Ein Förderantrag wird bis Ende März gestellt.

Fahrplanänderung „schwer umzusetzen“

Die von SPD-Ratsherr Herbert Kruppa vorgeschlagene Fahrplanänderung der Buslinie 4 als Alternative für den Buswendeplatz in Riepen ist nach Auskunft des Landkreises nur „schwer umzusetzen“. Als Grund nannte Knut Utech vom Amt für Wirtschaftsförderung, Regionalplanung und ÖPNV, dass zwei Verkehrsunternehmen von der veränderten Linienführung betroffen wären.

„Ruhe Reisen“ hat die Konzession für die Linie 4, die von Stadthagen über Riepen und Algesdorf nach Bad Nenndorf fährt. Verlaufe die Strecke künftig wie von Kruppa vorgeschlagen zusätzlich über Ohndorf und Horsten, müsse der Bus Haltestellen der SVG anfahren. „Das ist nicht ohne Weiteres möglich, es sei denn, beide Unternehmen einigen sich“, erklärte Utech, der das Vorhaben aus verkehrsrechtlicher Sicht beurteilte.

Auch Johannes Wilkening, Geschäftsführer von „Ruhe Reisen“, schätzt die Streckenänderung als „komplizierte Angelegenheit“ ein, die „mit Bedacht unternommen werden“ müsse. Ein offizieller Antrag auf eine neue Linienführung liege ihm aber noch gar nicht vor. kcg

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