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Planer werden wieder nach Hause geschickt

Bad Nenndorf / Kurhaus Planer werden wieder nach Hause geschickt

Eigentlich hätten Architekt Rainer Hobigk und Ingenieur Bernd Lohaus in der jüngsten Ratssitzung ihre Pläne für die Umgestaltung des Landschaftsparkes vorstellen sollen. Die Planer mussten allerdings unverrichteter Dinge wieder abziehen: Auf Antrag der CDU-Fraktion wurde die Präsentation ebenso wie die Vorstellung des Nutzungskonzeptes für das Kurhaus von der Tagesordnung gestrichen – zum Ärger der Wählergemeinschaft, die sich die umfassende Information über beide Projekte jenseits der Fachausschusssitzungen gewünscht hätte.

Bad Nenndorf (kcg). CDU-Sprecherin Cornelia Jäger begründete ihren Antrag damit, beide Präsentationen seien in den vergangenen Wochen bereits mehrmals vorgestellt worden. Die SPD stimmte zu. Vor allem der Vortrag über die Möglichkeiten eines gewerblich genutzten Kurhauses sei fehl am Platz – schließlich habe sich der Verwaltungsausschuss dafür ausgesprochen, die für 13 000 Euro in Auftrag gegebene Untersuchung über die Unterbringung des Rathauses im Kurhaus abzuwarten. Erst dann könne über die Zukunft der maroden Immobilie entschieden werden.

Die Fachplaner für ihre Präsentationen erst nach Bad Nenndorf zu bestellen, um sie dann „wieder nach Hause zu schicken“, kritisierte Uwe Engelking (WGN) als „unverschämt“ und „peinlich“. Politik und Verwaltung sollten froh sein, dass „die Fachleute überhaupt noch für uns arbeiten wollen“, betonte der Ratsherr. Er persönlich hätte sich Detailinformationen zu Kurhaus und Landschaftspark gewünscht, da er aus beruflichen Gründen keine Gelegenheit gehabt hätte, die Präsentationen in den Fachausschüssen zu hören. Stadtdirektor Bernd Reese verwies auf eine frühere Entscheidung des Rates. Diese lege fest, dass „alle Dinge, die die Zentrumssanierung betreffen“ und mit größeren Investitionen verbunden sind, auch im Rat vorgestellt werden sollen.

Die Sachdiskussionen zu Kurhaus und Landschaftspark dauerten dann kürzer als die Diskussion über die Tagesordnung. Die WGN nutzte die Gelegenheit, sich noch einmal deutlich für die Modernisierung der Immobilie und eine anschließende gewerbliche Nutzung auszusprechen. Die angekündigten Informationen über eine konkrete Fördersumme für die Sanierung konnte die Verwaltung indes nicht liefern. Das Gespräch mit dem Sozialministerium musste nach Auskunft von Stadtdirektor Reese verlegt werden.
Die Pläne für den Landschaftspark sind einstimmig vom Rat beschlossen worden.

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