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„Polemik“ um Miegel „bedauerlich“

Bad Nenndorf / Streit um Entscheidung „Polemik“ um Miegel „bedauerlich“

Die Jusos Schaumburg begrüßen in einer Pressemitteilung die Entscheidung des Rates in Bad Nenndorf, das Denkmal der Dichterin Agnes Miegel aus dem Kurpark zu entfernen und der Agnes-Miegel-Gesellschaft (AMG) zu überlassen. Und sie fordern weitere Schritte.

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Quelle: Archiv

Bad Nenndorf. „Wir freuen uns, dass der Antrag von Olaf Buschmann (Linke) Erfolg hatte und das Votum im Stadtrat so eindeutig war“, so Dennis Grages von den Jusos. Nach Meinung der Jusos sollen öffentliche Ehrungen nur Personen zuteilwerden, die Vorbildcharakter haben. Dies sei bei Miegel nicht der Fall.
Mit Unverständnis und „blankem Entsetzen“ reagierten die Jusos auf Kritik von Bürgern an diesem Vorgang. „Wer die jüngst getroffene Stadtratsentscheidung allen Ernstes menschenverachtend und demokratiefeindlich nennt, scheint ein sehr merkwürdiges Demokratieverständnis zu haben“, so Grages weiter. Es sei bedauerlich, wenn Miegel-Anhänger und allen voran die AMG immer wieder „in billige Polemik verfallen müssen, anstatt die Debatte sachlich zu führen“.
Aus diesem Grund können die Jusos auch nicht nachvollziehen, warum die Stadt Bad Nenndorf das zum Teil aggressive Verhalten der AMG mit einer Erhöhung der Zuschüsse zu belohnen scheint. „Zur Erinnerung: Noch vor kurzem drohte der sogenannte AMG-Pressesprecher, Detlef Suhr, der Stadt mit rechtlichen Konsequenzen und wollte zusätzlich Anzeige gegen das Ratsmitglied Olaf Buschmann erstatten“, schreiben die Jusos. „Dies wäre eher ein Grund die Zuschüsse ganz zu streichen. Es gibt Vereine und Gruppen, die würden sich über 200 Euro tierisch freuen und nicht so ein beschämendes Verhalten an den Tag legen“, meint Grages.
Die Entfernung des Denkmals aus dem Kurpark sei die richtige Richtung. „Die Freude bei uns wäre aber noch größer, wenn in naher Zukunft auch der Agnes-Miegel-Platz umbenannt werden würde oder zumindest Zusatztafeln angebracht werden, die auf Miegels Verstrickungen in der NS-Zeit hinweisen“, so Grages.
Bei der Diskussion gehe es um einen differenzierteren und kritischeren Umgang mit Agnes Miegel in der Öffentlichkeit. Es sei keinesfalls das Ziel, ihre Werke in irgendeiner Weise zu verbannen. gus, r

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