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Bad Nenndorf Polizei: Keine Blockade für Medikamente
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Polizei: Keine Blockade für Medikamente
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16:04 22.07.2012

Bad Nenndorf (gus, r). Der Apotheker und „Bad Nenndorf ist bunt“-Motor Jürgen Uebel hatte den Umstand, dass alle drei Apotheken der Kurstadt beim Aufmarsch am 4. August geschlossen bleiben, unter anderem damit begründet, dass Transporte mit Medikamenten nicht bis zu seiner Apotheke durchdringen würden. Dies sei auch in den vergangenen Jahren so gewesen. Zudem kämen keine Kunden.

Dies hat die Polizei als Vorwurf aufgefasst und stellt klar, dass bei vergangenen Aufmärschen sehr wohl Medikamentenlieferanten durchdringen konnten. „Es hat mich überrascht, dass Herr Uebel mit wissentlich falschen Behauptungen Sorgen in der Bevölkerung schürt und damit die vielfältigen Bemühungen der polizeilichen Einsatzkräfte ignoriert“, kommentiert Frank Kreykenbohm, Leiter der Polizeiinspektion Nienburg/ Schaumburg, den Artikel in unserer Zeitung.

Konfliktmanager im Einsatz

Mit dem Ziel, die Belastungen für die Bad Nenndorfer so gering wie möglich zu halten, haben eigens dafür eingesetzte Teams, sogenannte Konfliktmanager, bereits Wochen vor dem Einsatztag aktiv Anwohner, Geschäftsleute, Arztpraxen und Kurbetriebe aufgesucht, um deren Fragen und Probleme aufzunehmen und nach Lösungen zu suchen. Ein Hauptaugenmerk habe auf der Sicherstellung der medizinischen Versorgung der Bürger gelegen.

Durch das Aufzeigen von geeigneten Anfahrtsrouten – bis hin zur Begleitung von Zulieferfahrzeugen – konnten Hilfestellungen gegeben werden, sodass auch nach den Einsätzen keinerlei Kritik an die Polizei herangetragen worden sei. Es habe auch Gespräche mit Uebel gegeben, in denen unter anderem der Zulieferverkehr für seine Apotheke abgesprochen und geregelt wurde. „Unseres Wissens nach, hat dieser Zulieferverkehr die Apotheke auch erreicht“, so der Inspektionsleiter.