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Bad Nenndorf Polizei: Umzug Ende 2016 fix
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Polizei: Umzug Ende 2016 fix
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17:56 06.12.2012

Bad Nenndorf (gus). Der CDU-Landtagskandidat Mike Schmidt, selbst seit Juni Mitarbeiter der Nenndorfer Dienststelle, hatte Aussagen bei einer Polizeitagung, wonach die Stimmung unter Schaumburger Ordnungshütern ebenso schlecht sei wie der Zustand der Kommissariate, als falsch bezeichnet, allerdings eingeräumt, dass die Räume in Bad Nenndorf nicht optimal sind. Diese Darstellung bekräftigte Michael-Andreas Meier, Kommissariatsleiter in der Kurstadt, auf Nachfrage dieser Zeitung.

Der noch bis Oktober 2016 gültige Mietvertrag für die Immobilie in der Fußgängerzone werde fristgerecht zum Oktober 2014 gekündigt. Das stehe bereits fest. Der Grund: Die Unterbringung ist laut Meier nicht mehr zeitgemäß. Zwar sei der 1986 bezogene Standort seinerzeit eine deutliche Verbesserung gegenüber der vormaligen Dienststelle an der Rodenberger Allee gewesen. Doch die Veränderungen, sie sich seither eingestellt hätten, seien damals nicht vorhersehbar gewesen.

Beispielsweise arbeiten im Nenndorfer Kommissariat mittlerweile deutlich mehr Frauen. Diese benötigten unter anderem separate Sanitäreinrichtungen und Umkleideräume. Die gebe es zwar, doch deren Anordnung sei verbesserungswürdig. Überhaupt ist das Verteilen der einzelnen Abteilungen auf insgesamt fünf Etagen in Meiers Augen nicht zweckmäßig. Hinzu kommen Mängel bei Räumen für erkennungsdienstliche Maßnahmen, kindgerechte Vernehmungen, Lagerung und weitere arbeitsspezifische Aspekte.

Dramatisch seien die Zustände nicht, doch fix sei bereits jetzt, dass ein Umzug erfolgen muss. Wohin, das ist noch offen, so Meier. Ein Neubau sei ebenso denkbar wie der Einzug in einen umzugestaltenden Altbau. Meier weist darauf hin, dass ein solcher Umbau recht aufwändig wird, beispielsweise wegen des Einbaus der Zellen.

Auch eine Lösung mit kombiniertem Sitz von Rathaus und Polizei sei mit Politikern bereits diskutiert worden. Auch die Verwaltung wisse von solchen Plänen. Meier bejaht, dass die Polizei dann auch in einen Kurhaus-Neubau einziehen könnte.

Dass es im Zuge der Umsiedlung Kürzungen geben könnte, hält Meier für ausgeschlossen: „Das würde den Bedürfnissen der Region nicht entsprechen.“ Bad Nenndorf habe Wachstumspotenzial.