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Positive Stimmung bei Anliegern

Waltringhausen / Windräder Positive Stimmung bei Anliegern

Die Mehrzahl der Anlieger in der Informationsveranstatung der „juwi Holding“ äußerte sich positiv über die Aufstellung weiterer Windräder. Die Holding will den derzeit sechs Windkraftanlagen in den Gemarkungen Riehe und Waltringhausen bis zu drei weitere entlang der Autobahn im Gebiet Waltringhausen hinzufügen.

Waltringhausen/ Riehe (tes). „Die Fläche ist ideal geeignet“, meinte Ivar Henckel, „das ist eine gute Chance für Waltringhausen und Riehe.“ Die Sicht sei ohnehin versperrt, sprach sich auch Familienvater Matthias Bock dafür aus: „Die Vorteile überwiegen.“

Beifall erhielt Karl Theodor Link, der als Betroffener betonte, dass ihn an dem Vorhaben nichts störe: „Das Angebot ist viel besser, weil die Bürger auch profiteren können.“ Diese könnten sich in Form einer Genossenschaft mit geringen Beträgen an der Anlage beteiligen. Dass ein Gesamtkonzept dahinterstehe und es nicht nur darumgehe, Strom zu verkaufen, gefiel auch Fritz Varwig.

Christine Cronjäger berichtete, einige Bürger fühlten sich durch Lichter und das Summen der Rotoren gestört. „Warum sind diese Leute nicht hier“, fragte ein anderer Anwohner und betonte, die Autobahn verursache weitaus mehr Lärm und Licht als die Windräder.

Jagdpächter Henning Holzhausen forderte, bei der Anzahl Windräder eine Grenze zu ziehen: „Es reicht. Die Beteiligung hat Charme, aber Wirtschaftsfaktoren und die aktuellen Erfahungen in Japan sollten bei uns vor Ort nicht im Vordergrund stehen“, mahnte er zudem ortsnahe Ausgleichsmaßnahmen an. Der stellvertretende Bürgermeister Werner Tatge machte kein Hehl daraus, gegen eine Erweiterung des Windparks zu sein.

Die „Skyline von Waltringhausen“ sei bedeckt mit Windkraftanlagen. Zudem habe vor 15 Jahren zu Beginn der Diskussionen um Windkrafträder ein Planungsbüro festgestellt, dass es sich bei dem jetzt von der „juwi Holding“ ins Auge gefassten Areal um eine Tabufläche handele. Damals sei neben dem bestehenden nur ein Standort westlich von Riepen als geeignet befunden worden.

Als Betreiber der bestehenden Windanlage bestätigte Joachim Runkel, dass ein von ihm damals in Auftrag gegebenes Gutachten wichtige Rastflächen für Kibitze nachgewiesen habe, woraufhin an dieser Stelle keine Anlage gebaut werden durfte. „juwi“-Projektleiterin „Wind“, Joane Kolshorn, konterte, diese Gutachten hätten nur eine Gültigkeit von fünf Jahren: „Wir machen ebenfalls ein Jahr lang Vogel-Beobachtung, wenn Sie sich dafür entscheiden, das Projekt anzugehen.“

Tatge brachte einen weiteren Aspekt ein: Der benachbarte Autobahnparkplatz soll erweitert werden. „Dann würde ein Windrad auf dem Parkplatz stehen.“ Von dieser Maßnahme erfuhren die Investoren, die weltweit bereits 435 Windräder errichteten, erst kurz zuvor. Eines der geplanten Windräder läge dann auf der Grenze zum Parkplatz und könnt aus der Planung fallen, bestätigte Kolshorn: „Für uns ist es kein Problem, auf ein Windrad zu verzichten.“

Auch wenn nur eines der 150 Meter hohen Bauwerke genehmigt werde, halte die Holding am Vorhaben fest, verriet der Regionalleiter Eggers-Mohrmann. Die Grundstimmung vor Ort sei positiv.

Würden alle neuen Windräder genehmigt, könnten bis zu 4200 Haushalte mit sauberem Strom versorgt werden. Dank 2,3 MB Nennleistung decke ein Windrad den Bedarf von 1400 Wohnheinheiten, informierte juwi-Regionalleiter Hauke Eggers-Mohrmann.

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