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Probleme mit dem tierischen Nachlass

Seniorenbeirat diskutiert Probleme mit dem tierischen Nachlass

Der Umgang mit Tieren im Alter ist Thema des Seniorenbeirats gewesen. Die Vorsitzende des hiesigen Tierschutzvereins, Jutta Schneider, klärte über altersspezifische Aspekte auf, außerdem kamen Verbesserungsvorschläge in der Samtgemeinde zur Sprache.

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Ein Tier ist ein treuer Partner, gerade für Alleinstehende Senioren. Doch es können Probleme auftreten.

Quelle: dpa

Nenndorf. Gerade für alleinstehende Senioren sind Tiere wichtig. Doch oftmals ist es Schneider zufolge problematisch, wenn Haustiere zum Nachlass eines Verstorbenen gehören. An sich sei es Sache der Erben, wie mit den Tieren verfahren wird. Doch wenn diese sich die Vermittlung an Dritte wünschen, bleibt die Arbeit am Tierschutzverein hängen. Können ältere Menschen Tiere wegen Krankheit nur kurzzeitig nicht selbst betreuen, nimmt der Verein Katze, Hund und Co. auch in Pension.

 Eike Driels erkundigte sich nach der Möglichkeit, Haustiere in Pflegeheime mitzunehmen. Schneider sagte, diese Möglichkeit bestehe vereinzelt. Doch letztlich müsse sich ohnehin jeder Heimbezieher fragen, ob es Sinn macht, ein Haustier mit in eine Pflegeeinrichtung zu nehmen. Geht dies nicht, könne ein Bekannter als Betreuer gesucht werden. Sonst ist gezwungenermaßen wieder die Tierstation Anlaufpunkt.

 Positiv verbuchte Beirats-Vorsitzender Klaus-Dieter Salzbrunn, dass die Samtgemeinde Nenndorf die Kastrationspflicht für Katzen beschlossen hat. Dies habe schon zu einer Entlastung des Katzenhauses geführt. „Ich hoffe, Rodenberg zieht nach“, sagte Schneider.

 Salzbrunn regte an, dass die Stadt Bad Nenndorf dem Tierschutzverein – so wie früher dem Kraterzoo – eine halbe Stelle bezahlt, die mit einem Tierfachmann besetzt wird. Doch dem erteilte Schmidt eine Absage. Die Stadt leiste ihren Teil, indem sie das Gelände für die Tierschutzstation bereitstelle. Ansonsten sei Tierschutz originäre Aufgabe der Samtgemeinde, und die habe ihren finanziellen Beitrag gerade erst verdreifacht.

 Die Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg unterstützen den Tierschutzverein mit jeweils 15000 Euro pro Jahr. Bis 2015 herrschte noch ein Ungleichgewicht: Rodenberg zahlte 15000 Euro, Nenndorf nur 5000 Euro, wie Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt erklärte. „Die Zusammenarbeit mit den Kommunen und auch mit der Polizei funktioniert sehr gut“, betonte Schneider.

 Hinsichtlich der Hundetoiletten hakte Salzbrunn ebenfalls nach. Schmidt berichtete, dass weitere dieser Beutelspender an den Friedhofseingängen platziert werden. Auch im Gebiet der Kurstadt sollen die drei Spender am Bahndamm nicht die letzten gewesen sein.

 Auf der anderen Seite möchte Schmidt in der Stadt einen Hunde-Tummelplatz einrichten, sprich: Ein Areal, auf dem Hunde ungestört spielen und sich „erleichtern“ können. Dort könnten Halter auch das Sozialverhalten ihrer Vierbeiner schulen. Grundsätzlich gelte in der Stadt Anleinpflicht.

 Siegfried Kreft wiederholte seine Forderung, dass Hunde auf den Friedhöfen, seit sie dort wieder zulässig sind, an der kurzen Leine zu führen sind. gus

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