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Problemzone bleibt

Keine Sperrung für Straßenübergang Problemzone bleibt

Der Übergang der Brunnenstraße in die Wilhelmstraße wird vorerst nicht gesperrt. Im Bauausschuss der Stadt überwog die Meinung, dass keine solche Einzelmaßnahme umgesetzt werden sollte, ehe das Verkehrskonzept für Bad Nenndorf steht.

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Der Übergang von der Wilhelmstraße in die Brunnenstraße (oben) gilt als Problemzone für die Verkehrssituation der Stadt.

Quelle: gus

BAD NENNDORF. „Die Verkehrslenkung in Bad Nenndorf stimmt momentan überhaupt nicht“, sagte Stadtdirektor Mike Schmidt. Unter anderem würden Autofahrer unnötigerweise durch die Innenstadt gelotst. Daher soll ein Verkehrskonzept die Straßen danach klassifizieren, wie wichtig sie für die Verkehrsströme sind. Dass der Durchgangsverkehr in Richtung Innenstadt – wie im Fall Brunnenstraße/Kramerstraße – über eine Wohnstraße und sogar durch einen verkehrsberuhigten Bereich rollen soll, könne aber auch ungeachtet des Gesamtkonzepts nicht der Wille der Stadt sein.

Hinzu komme eine „gewisse Verkehrsenge“ an der Wilhelmsstraße. Schmidt strich jedoch heraus, dass der Vorschlag einer Sperrung keineswegs aus dem Rathaus sondern von den Anliegern kommt. Einwände gegen die Sperrung waren weder von den Entsorgern noch von Polizei und Bürgerbusverein gekommen, wie Schmidt betont.

Anwohner des Wilhelm-Busch-Wegs nicht eingeladen

Eine Anwohnerin des Wilhelm-Busch-Wegs erkundigte sich im Bauausschuss, warum sie und ihre Nachbarn zu dem Thema nicht befragt wurden. Der Weg mündet gegenüber der Kramerstraße in die Wilhelmstraße – also direkt neben dem Übergang der Wilhelmstraße in die Brunnenstraße.

Die Frau fragte zudem, wie sie nun am günstigsten in Richtung Stadthagen kommen soll. Schmidt schlug die Route über die Lindenallee und die Lehnhast vor, er bedauerte aber auch, dass die Anlieger des Busch-Wegs nicht zu der Bürgerversammlung eingeladen worden seien, bei der die große Mehrheit für die Sperrung war.

Von einer Verlagerung des Verkehrs, wie von der Bürgerin angeprangert, wollte er aber nichts wissen. Der Großteil der Autos, die jetzt durch den Bereich rollen, werde mit der Sperrung verschwinden. Ein anderer Zuhörer bezweifelte grundsätzlich, dass die Kramerstraße überhaupt als Durchgangsstrecke genutzt wird.

Allerdings sollte der Übergang der Brunnenstraße zur Wilhelmstraße auch nur mit zwei Pflanzkübeln verstellt werden. Dies war zunächst als eine Art Testphase vorgesehen – geht der Versuch nach hinten los, könnten die Kübel flugs wieder entfernt werden. Er, Schmidt, wolle die Sache allerdings nicht durchpauken lassen. Zur Not warte die Stadt auf die Ausarbeitung des Verkehrskonzeptes.

Werner Amelung, Anwohner der Brunnenstraße, widersprach den Sperrungsgegnern. Raser und Lärm seien an der Brunnenstraße ein immenses Problem. Die Anwohnerin der Wilhelmstraße fragte nach einer Verkehrszählung dazu, die es aber nicht gegeben hat.

Sprecher aller Fraktionen für Abwarten

Heinrich Steding (CDU) war gegen die Sperrung und wollte lieber das Gesamtkonzept abwarten. Er befürchtet als Resultat sonst eine Mehrbelastung der Lehnhast und der Doudevillestraße. Er hielt auch die Ausweisung der Kramerstraße als verkehrsberuhigten Bereich für fragwürdig. Erich Thies (CDU) sprach sich für schärfere Tempokontrollen an der Kramerstraße aus.

Uwe Engelking (WGN) vermutete, dass die lange Sperrung der Bahnhofstraße zum Anstieg des Verkehrs an Kramerstraße und Brunnenstraße geführt hat. Auch er befürchtete Nachteile für die Lehnhast und sprach sich gegen einen Schnellschuss aus. Ralf Tegtmeier (SPD) bezeichnete die Kramerstraße als derzeit gefährlich. Aber auch er wollte lieber erst das Verkehrskonzept ausarbeiten lassen. Die SPD habe dafür bereits im vergangenen Jahr Geld beantragt, was die Ratsmehrheit dann abgelehnt habe.

Michael Kosian (WGN) sagte, derzeit fische die Politik im Trüben. Somit stand der Ratskonsens: Erst das Konzept, dann die Schritte zur Verkehrsberuhigung. gus

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