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Projekt aus dem Tiefschlaf geholt

150-Millionen-Euro-Klinik Projekt aus dem Tiefschlaf geholt

Überraschende Wende in der Causa „Royal Vital Wohnpark“: Nachdem es monatelang so aussah, dass die Planer des Naturmedizinzentrums ihr Vorhaben aufgegeben haben, hat die Stadt jetzt den städtebaulichen Vertrag zugeschickt bekommen, auf den sie seit Sommer 2015 wartete.

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So soll die Klinik für Naturmedizin einmal aussehen.

Quelle: pr.

Bad Nenndorf. Auf Anfrage sagte Stadtdirektor Mike Schmidt, der bereits erhebliche Zweifel an der Fortführung geäußert hatte, die Projektentwickler hätten signalisiert, dass die Naturheilkundeklinik auf dem Harms-Gelände an der B 65 weiterhin gebaut werden soll. Und zwar in genau dem Umfang, den die Gruppe um den Grundstücksbesitzer, Pal Pinke, auch zu Beginn genannt hatte.

150 Millionen Euro soll die Klinik samt Wohnpark demnach kosten. Im Sommer war der Kontakt zwischen Stadt und Planern abgerissen. Seinerzeit wartete die Stadt auf die Rücksendung des Entwurfs eines städtebaulichen Vertrags, auf dessen Grundlage die Klinik geplant und gebaut werden sollte. Als die Nachfragen bis in den Winter hinein unbeantwortet blieben, mehrte sich die Skepsis im Rathaus und auch in den politischen Gremien.

Einige Änderungen

Aber jetzt ist der städtebauliche Vertrag doch an das Rathaus zurückgesandt worden. Zwar mit einigen Änderungen, wie Schmidt sagte, doch im Grundsatz handle es sich noch um dieselben Rahmenbedingungen für das Gesamtprojekt. Der Vertragsentwurf der Planungsgruppe werde gerade vom Bad Nenndorfer Bauamt unter die Lupe genommen. Ist die Verwaltung zufrieden mit dem Papier, wird es dem Verwaltungsausschuss zur Abstimmung vorgelegt – will die Stadt Änderungen, geht der Entwurf zurück an die Planer.

Der städtebauliche Vertrag gilt als Grundlage dafür, nach welchen Bedingungen die Projektgruppe ihr Vorhaben umsetzen kann. Er regelt beispielsweise, wer die Erschließung des Grundstücks bezahlt, wer die Aufträge vergibt und wer Entsorgungsnachweise für Bauschutt zu erbringen hat. Für Schmidt gilt weiterhin die Prämisse: Die Stadt darf keine Kosten tragen. Geplant ist unter anderem, dass die Planer dem Rathaus Architekten stellen, die sich um alle Belange kümmern, die mit dem Royal Vital Wohnpark zusammenhängen.

Initiator ist guter Dinge

Schuld an der Verzögerung waren Schwierigkeiten bei der Investorensuche. Initiator Pal Pinke erklärte gegenüber dieser Zeitung, dass sich dieser Prozess als unverhofft langwierig erwiesen hat. Jetzt seien die Investoren aber gefunden, und er sei guter Dinge, dass die Pläne in vollem Umfang realisiert werden.

Allerdings hält sich Pinke mit einer zeitlichen Prognose für den Baustart zurück. Es sei jetzt bereits zu einer Verzögerung gekommen, da wolle er keine weiteren Termine nennen, die möglicherweise auch wieder nicht einzuhalten sind.

Bei der Präsentation der Pläne im vergangenen Frühjahr waren Pinke und seine Mitstreiter davon ausgegangen, im dritten Quartal 2016 mit der Erschließung des Grundstücks beginnen zu können und in 2017 sämtliche Tief- und Hochbauarbeiten über die Bühne zu bringen. gus

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