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Projektmanager der geplanten Medizin-Klinik spricht

Wohl nichts für Kassenpatienten Projektmanager der geplanten Medizin-Klinik spricht

Der Projektmanager der geplanten Alternativ-Medizin-Klinik hat die Aussichten auf eine Umsetzung des Vorhabens gegenüber dieser Zeitung bekräftigt. Wer die Investoren sind, wollte der Unternehmensberater Erhard Tschirner zwar nicht sagen. Doch er beteuert, dass die 150-Millionen-Euro-Pläne keine Luftschlösser sind.

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Für den Abriss der ehemaligen Möbelfabrik gibt es bereits Interessenten. Dort soll die Nobel-Klinik entstehen.

Quelle: Jörg Müller

Bad Nenndorf (gus). Nach Tschirners Worten stehen die Chancen auf eine Realisierung des Klinikbaus auf dem Harms-Gelände gut. Die Stadt Bad Nenndorf sei sorgfältig ausgewählt worden. „Eine Großstadt ginge überhaupt nicht“, betont der Projektmanager aus Köthen. Umfeld und Lage seien „überaus günstig“, ebenso die Verkehrsanbindung. Hinzu komme die Tradition der Kurbetriebe. Eine Konkurrenz dazu solle die Klinik aber nicht werden. Daher wäre sie auch ideal am Rand der Kur-stadt angesiedelt.

 Grundsätzlich sollen die alternativmedizinischen Angebote darin jedermann zur Verfügung stehen. „Da wird kein Stacheldraht gezogen“, so Tschirner. Doch er räumt ein, dass es auch das nötige Kleingeld braucht. Für Kassenpatienten dürften die Praxen nichts sein. Der „gute Mittelstand“, so Tschirner, sei aber Teil der Zielgruppe.

 Dazu werden mit einiger Wahrscheinlichkeit auch Prominente gehören, denn der Unternehmensberater betonte, dass Top-Spezialisten der Alternativmedizin in der Klinik praktizieren sollen. „Es muss die erste Garde sein, sonst funktioniert das nicht“, so Tschirner. Und diese Mediziner, die direkt auf dem Gelände wohnen könnten, bringen wohl auch eigene Patienten mit.

 Die Bilanz-Summe für das Projekt „mit allem Drum und Dran“ sei auf 150 Millionen Euro taxiert worden. Bei den Investoren handle es sich um ein europaweit agierendes Börsen-Konsortium, das bereits mehrere große Hotels habe bauen lassen. Noch könne er den Namen des Konsortiums nicht verraten. Tschirner versichert: Für die Investoren-Gruppe sei die Summe von 150 Millionen Euro eine alltägliche Größenordnung. An der Ernsthaftigkeit der Geldgeber und des Initiators Pal Pinke gebe es keinen Anlass zum Zweifel.

 Deshalb werde zunächst auch das Nutzungskonzept noch nicht im Detail veröffentlicht. Es bestehe die Gefahr, dass jemand anderes die Idee kopiert. Und die Beteiligten am „Royalvital Wohnpark – Medizin der Kulturen“, so der offizielle Name des Projekts, wollen mit der Kombination aus Alternativmedizin und exklusivem Wohnen etwas weltweit Einzigartiges schaffen. Eine reine Investment-Ruine schließt Unternehmensberater Tschirner aus.

 Derweil schlägt das Vorhaben weiterhin Wellen. Im Bad Nenndorfer Rathaus gehen seit dessen Veröffentlichung Anfragen von Naturmedizinern aus dem gesamten Bundesgebiet ein. Diese wollen sich an dem Projekt beteiligen. Ein Abriss-Unternehmen aus Hameln erkundigte sich bei dieser Zeitung nach dem Kontakt zu den Planern, weil Interesse an der Übernahme der Abrissarbeiten bestehe.

 So weit denkt Tschirner aber noch nicht. Erst einmal gelte es, die Bauleitplanung auf den Weg zu bringen. Wenn alle Genehmigungen vorliegen, werde der erste Spatenstich terminiert.

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