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Protest für bezahlbares Schwimmen

Bad Nenndorf / DLRG Protest für bezahlbares Schwimmen

Die DLRG-Jugend hat am Brunnen vor dem Haus Kassel gegen Schwimmbadschließungen und teure Eintrittspreise demonstriert.

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Demonstration am Brunnen: Der DLRG-Nachwuchs hat sich Bad Nenndorf für seine Pro-Schwimmbad-Kundgebung ausgesucht. 

Quelle: pr.

Bad Nenndorf. Dafür gaben die jungen Männer und Frauen eine öffentliche Schwimmstunde mit einem fiktiven Bademeister. Auf Bad Nenndorf ist die Problematik indes kaum zu beziehen.
Transparente und Handzettel mit Aufschriften wie „Dreht uns nicht das Wasser ab“, „Ein Brunnen reicht nicht zum Schwimmen“ und „Für manche Kinder ist dies das einzige Schwimmbad“ sollten das Problem der Kinderarmut im Zusammenhang mit Schwimmfähigkeit verdeutlichen.

„Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Verhältnissen haben oft keine Möglichkeit, ihre Freizeit selbstbestimmt und gemeinsam mit anderen Kindern zu gestalten, da ihnen meist das Geld für das Kino, die Eisdiele oder das Schwimmbad fehlt“, heißt es seitens der DLRG.

Die Folge für Kinder und Jugendliche sei nicht selten die massive Ausgrenzung von der Lebenswelt anderer Gleichaltriger. Der bundesdeutsche Trend, öffentliche Schwimmbäder zu schließen oder die Eintrittspreise zu erhöhen, verstärke diesen Ausgrenzungseffekt.

„Spaß haben im Schwimmbad oder am See, wie es jedem Kind oder jedem Jugendlichen zugestanden werden muss, wird immer schwieriger“, konstatiert die DLRG-Jugend. Um ins nächstgelegene Schwimmbad zu gelangen, brauche es oft eine Fahrkarte für Bus oder Bahn, was wiederum keine Selbstverständlichkeit für Hartz-IV-Empfänger und Kinder arbeitsloser Eltern sei.

„Hohe Eintrittspreise oder Schwimmbahnmieten sind aber nicht nur eine Zumutung für Kinder und Jugendliche, sondern auch für die in den Schwimmbädern ansässigen Verbände, die versuchen, die jungen Menschen zu erreichen“, schreibt die DLRG.

Auf die Kurstadt können diese Hinweise der Lebensretter aber nur sehr bedingt angewandt werden. In Bad Nenndorf gibt es seit Jahren kein Freibad, weshalb auch keine Schließung zu verhindern ist. Und in die Badeanstalt nach Rodenberg können Kinder und Jugendliche durchaus auch mit dem Fahrrad gelangen – also ohne teure Fahrkarte.

Beschwerden aus der Vereinswelt über zu hohe Bahnmieten fürs Hallenbad sind nicht bekannt. Die Eintrittspreise für das Hallenbad waren zuletzt auch nicht angehoben worden. gus

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