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„Prüfen auch andere Standorte“

Lidl-Umzug: Stadtdirektor versucht die Wogen zu glätten „Prüfen auch andere Standorte“

Bei der Mitgliederversammlung der Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN) hat Stadtdirektor Mike Schmidt versucht, die Wogen in Sachen Lidl zu glätten. Der Umzug des Discounters auf die Wiese an der Kreuzung Drei Steine sei in der Öffentlichkeit höher gehängt worden, „als es sein sollte. Das war nur eine Interessenbekundung“, betonte Schmidt.

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Quelle: SN

Bad Nenndorf. Richtig sei, dass der Verwaltungsausschuss der Stadt das Rathaus damit beauftragt habe, sich um Drei Steine zu kümmern. Auf das Gebiet festgelegt habe sich die Stadt damit aber nicht. „Wir prüfen auch andere Standorte und sind da flexibel.“ Allerdings hält sich die Flexibilität der Stadt in Grenzen. Denn, so betonte Schmidt auch bei der WGN-Versammlung: „Lidl will Drei Steine.“

Die anderen Standorte, die die Stadt nach Angaben von Schmidt prüfen will, kommen aus unterschiedlichen Gründen nicht infrage. Die Bückethaler Landwehr, so hatte Schmidt bereits vor Wochen erklärt, sei nicht im Interesse der Stadt, weil dort bereits die Expansionen des E-Centers und des Aldi-Marktes geplant seien. An den stadteigenen Flächen an der westlichen Entlastungsstraße will Lidl nicht bauen. Außerdem hat die Volksbank vor, dort ein weiteres Wohngebiet anzulegen (wir berichteten). Drei Steine ist nach aktuellem Verfahrensstand der einzige Standort, der für Lidl infrage kommt.

Hinzu kommt, dass die Stadt das Geschäft Deister-Bike unbedingt halten will. Der Fahrradhandel sei wegen der Aldi-Expansion zum Auszug aus den jetzigen Räumen gezwungen. Und an die westliche Entlastungsstraße will das Unternehmen ebenfalls nicht ziehen. Ein Umzug mit Lidl zur Kreuzung Drei Steine ist für Deister-Bike schon eher interessant. Beide Unternehmen ziehen nach Informationen dieser Zeitung auch einen Wegzug aus Bad Nenndorf in Erwägung. Die Stadt ist also in Zugzwang: Sie muss einen Standort finden.

Schmidt hatte Mitte Februar erklärt, dass es seit Jahren politischer Wille sei, den Einzelhandel im Gewerbegebiet Gehrenbreite abzuschaffen. Betroffen wären außer Lidl auch die Modekette Kik und der Getränkehandel „Hol ab“. Die Zeichen deuten also auf ein neues Einzelhandelsgebiet Drei Steine.

WGN-Vertreter haben sich bereits skeptisch zu solchen Plänen geäußert. Auch aus Rodenberg werfen Politiker kritische Blicke hinüber in die Nachbarstadt – ihnen würde Einzelhandel an Drei Steine ganz und gar nicht schmecken.  ber

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Nun also doch: Der Discounter Lidl soll auf die Wiese an der Kreuzung Drei Steine ziehen. Diese Option weiterzuverfolgen, ist zumindest Beschlusslage im Verwaltungsausschusses (VA) der Stadt Bad Nenndorf gewesen.

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