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Pumpenfest auf den Spuren der ersten Grafen

WC-Haus umgeschmissen Pumpenfest auf den Spuren der ersten Grafen

Unter dem Motto „Auf den Spuren der ersten Schaumburger Grafen“ hat der Verein „Glück-Auf“ Riehe sein traditionelles Pumpenfest gefeiert.

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Ralf Schröder erläutert Volker August seine Recherchearbeiten für die Ausstellung. 

Quelle: ar

RIEHE. Der Fund der Pumpe zwischen Waltringhausen und Riehe jährte sich bereits zum 30. Mal. Zusätzlich zu einem unterhaltsamen Programm mit Glücksrad, Kinderschminken und Tombola versorgten die Aktiven ihre Gäste kulinarisch mit deftigen Leckereien.

Nebenbei gab es für die Besucher Spannendes auf Ausstellungstafeln zu entdecken. Dafür hatte Ralf Schröder vom Arbeitskreis Heimatgeschichte nach eineinhalbjähriger Recherche interessante Aspekte einiger Schaumburger Grafen zusammengestellt.

Fragen wie „Warum beinhaltet das Schleswig-Holsteiner Wappen das Nesselblatt“?“ oder „Was hat der Hamburger Hafengeburtstag mit Schaumburg zu tun?“ ist der Hobbyhistoriker nachgegangen.

Dabei stieß er auf teils verblüffende Tatsachen. Adolf von Schauenburg, wie das Schaumburger Adelsgeschlecht damals hieß, wurde nach dem Tod des Grafen Gottfried von Hamburg die Grafschaft Holstein-Stormarn verliehen. In der Folge hinterließen er und seine Nachfolger reichhaltig Spuren im hohen Norden. So gibt es beispielsweise allein in Hamburg vier Denkmäler der Schaumburger Grafen zu sehen. In diversen Wappen – wie dem Fehmaraner oder dem Pinneberger – ist das Nesselblatt zu finden.

Die Feiern zum Hamburger Hafengeburtstag sind ebenfalls durch die Schaumburger Grafen begründet worden. „Adolf der III. war es, der König Barbarossa zu einem Freibrief bewegen konnte. Dieser gilt als Grundlage für das große, jährlich gefeierte Fest“, erzählte Schröder.

Einziger Wermutstropfen der Veranstaltung: In der vorangegangenen Nacht hatten Unbekannte die am Vorabend aufgestellte mobile Toilette, die der Verein für die Besucher des Fests organisiert hatte, umgestoßen. Gemeindedirektor Horst Schlüter erklärte, man habe diese zwar wieder aufstellen können, aber die Chemikalien seien zum Teil ausgelaufen.

Gerade dies kann für den Veranstalter teuer werden: muss die Vermietungsfirma erneut anrücken, um die Toilette aufzufüllen, kann das den Mieter ein Vielfaches des Mietpreises kosten. ar

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