Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Radweg bereits 2016 möglich

Pläne für die Strecke Riepen-Horsten Radweg bereits 2016 möglich

Der Bauausschuss der Stadt Bad Nenndorf hat sich für den Bau eines Radwegs zwischen Horsten und Riepen ausgesprochen, der südlich der K49 verläuft. Bauen muss allerdings der Landkreis, der die Hilfe der Stadt bei Grundstücksverhandlungen einfordert.

Voriger Artikel
VfL will Beiträge erhöhen
Nächster Artikel
Standort Stadtbalkon ist noch fraglich

Zwischen Horsten und Riepen wird es eng für Radfahrer.

Quelle: gus

Horsten/Riepen. Die Pläne zu dem Radweg stellten Mitarbeiter des Landkreises und der Landesbehörde für Straßenbau vor. Außerorts sind demnach sowohl an der K48 als auch an der K49 bis Riepen Radspuren neben den Autofahrbahnen geplant. Eine Radwegpflicht werde nicht vorgeschrieben, weil der Gesetzgeber mittlerweile in nicht besonders gefährdeten Streckenabschnitten keine Radwegnutzung mehr vorsehe. Radfahrer seien im Ort auf der Fahrbahn weniger gefährdet, erklärte Bernd Hugo vom Landkreis.

 Die Radwege sollen in beide Richtungen befahrbar sein. Die Spur an der K48 wird laut den Plänen des Landkreises später auch an die neue B65 angeschlossen. Denkbar ist, die Fahrräder sogar außerorts auf der K49 rollen zu lassen, dann müsste die Kreisstraße etwas breiter angelegt und deren Randbereich müsste entsprechend gestaltet werden. An der K48 kommt dies nicht infrage, weil auch eine direkte Anbindung per Radweg an das südliche Riepener Wohngebiet geplant ist. Im Bauausschuss überwog ohnehin die Vorliebe für den Ausbau mit separatem Radweg.

 Zwei Varianten existieren für den innerörtlichen Bereich in Horsten, wo die Radspur grundsätzlich auf der Fahrbahn der K48 verlaufen soll. Eine der beiden Varianten beinhaltet eine Querungshilfe am Ortsausgang Horstens, damit die Radler die Straßenseite wechseln können. Die zweite Variante kommt ohne diese Querungshilfe aus.

 An eine nennenswerte Begradigung der K48 ist mittlerweile nicht mehr gedacht, damit keine Rennstrecke entsteht. Auch die Aue-Brücke wird nicht angefasst, sodass die Hochwassersituation unberührt bleibt. An dem Engpass ändert sich also nichts. Für mehr Sicherheit sorgt Hugo zufolge schon der Abriss des Hauses in der Kurve hinter Horsten, weil damit die Sichtverhältnisse verbessert worden seien.

 Auch wenn die B65 im Bereich Bad Nenndorf wohl nicht vor 2020 ausgebaut wird, wie Hugo skizzierte, könnten die Arbeiten an den Kreisstraßen und den Radwegen möglicherweise bereits in 2016 vorgenommen werden, spätestens in 2017. Die Stadt müsste sich aber entscheiden, welche Form des Radwegbaus sie unterstützt.

 Probleme gibt es beim nötigen Landerwerb. Die Eigentümer der Felder, von denen der Kreis Flächen für den Ausbau benötigt, verlangen laut Hugo mehr als den angebotenen Kaufpreis von 2,30 Euro pro Quadratmeter. Frank Steen (WGN) griff dies auf und bat Stadtdirektor Mike Schmidt, Verhandlungen mit den Eigentümern zu führen. Notfalls müsse die Stadt die Differenz begleichen, schließlich handle es sich um die Interessen der Kommune.

 Schmidt sagte dies zu. Hugo wollte aber mehr. Er brauche eine Zusage der Stadt auf die Übernahme der Preisdifferenz. Schmidt entgegnete: Diese Entscheidung könne der Bauausschuss nicht treffen. gus

„Veralbert“ wegen Zeit-Wirrwarr

Zuhörer kritisierten den Plan, keinen gesonderten Radweg zu bauen. Die Riepener warten seit 40 Jahren auf den Radweg hieß es. Die Strecke werde auch von Schülern genutzt. Ein Riepener berichtete von Kindern, die im Graben gelandet sein sollen, weil die Autos zu nah an ihnen vorbei gebraust seien. „Veralbert“ fühlten sich einige Zuhörer, weil jetzt doch vor der B 65 gebaut werden könne, nachdem es jahrelang geheißen habe, beides müsse in einem Zug erfolgen. Hintergrund ist, dass die Verschwenkung der K 48 zum neuen Knotenpunkt mit der B 65 keine Veränderungen an der Kreuzung mit der K 49 bedingt. Auslöser für die Umplanung ist eine Vogel-Kolonie, wie Ralph Tegtmeier (SPD) berichtete. gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg