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Bad Nenndorf Radweg erst 2020
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Radweg erst 2020
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17:30 30.07.2018
Die Brücke bei Horsten soll nun komplett saniert werden. Daher verzögern sich die Straßensanierung und der Radwegbau. Quelle: gus
Riepen/Hohnhorst

Dass der Weg auch im Jahr 2019 fertig wird, ist eher unwahrscheinlich.

Denn das Vorhaben ist an den Ausbau der Kreisstraßen 49 und 48 geknüpft. Somit handelt es sich um eine ausgesprochen umfangreiche Maßnahme. Gewald zufolge wäre eine Fertigstellung bis Ende des Jahres selbst bei früher Ausschreibung eher unrealistisch.

Entstanden ist die erneute Verzögerung, weil der Kreistag beschlossen hat, auch die Brücke über die Rodenberger Aue zu erneuern. Die Planung dafür erledigt die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln. Und die betreffenden Entwürfe müssen vorliegen, ehe das Gesamtkonstrukt genehmigungsfähig ist. Denn der Landkreis will dafür einen Zuschuss beantragen – den entsprechenden Fördertopf verwaltet wiederum die Landesbehörde für Straßenbau in Hannover.

Es gebe ein Mehrjahresprogramm auf Landesebene, in das die Kreisstraßensanierung zwischen Horsten und Riepen aufgenommen werden soll. Und erst wenn der entsprechende Bewilligungsbescheid eingetroffen ist, kann der nächste Schritt unternommen werden, sprich: die Ausschreibung.

Wie viel Fördergeld fließt, ist unklar. Bis zu 70 Prozent der Gesamtkosten sind möglich, aber deren Höhe ist unbekannt, weil die Brückenplanung in den alten Berechnungen noch nicht enthalten war. Bislang war von 3,2 Millionen Euro ausgegangen worden. Eine ungefähre Schätzung für die neue Berechnung lehnte das Kreishaus ab.

Somit wurde das Sanierungsprojekt aber keineswegs weit zurückgeworfen, denn das Gros der Baupläne liegt bereits in der Schublade. Eine Beteiligung der Träger öffentlicher Belange hat es auch gegeben. Hinsichtlich des Naturschutzes müssen noch vorgeschriebene Ersatzmaßnahmen geplant werden. Dies wird die eigentlichen Bauarbeiten aber nicht verzögern.

Darüber hinaus ist bereits der Grunderwerb getätigt worden, wie Gewald herausstrich. Dabei hatte die Stadt den Landkreis unterstützt. So wurde das Vorhaben überhaupt erst wieder in Bewegung gebracht, nachdem der Radwegbau bis vor wenigen Jahren noch als nicht realisierbar galt, weil die Eigentümer ihre Flächen nicht veräußern mochten.

Der jetzige Verwaltungschef Mike Schmidt hatte sich aus der Politik grünes Licht dafür geholt, im Falle des Falles auch mehr Geld anbieten zu dürfen, als der Landkreis es tun würde. Das Kreishaus hatte sich strikt am Bodenrichtwert orientiert. So gelang es, die Eigentümer verkaufswillig zu stimmen. Die Mehrkosten trägt die Stadt Bad Nenndorf – die genaue Höhe ist unbekannt, die Summe soll im fünfstelligen Bereich liegen. Anfang 2017 wurden die Grundstücksverhandlungen erfolgreich abgeschlossen.

gus