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Reaktionen auf Zusammenlegung der Staatsbad-Leitung

Bad Nenndorf: Keine Panik Reaktionen auf Zusammenlegung der Staatsbad-Leitung

Die Nachricht, dass ab dem 1. Juni die Geschäftsführung der Staatsbäder Pyrmont und Nenndorf vereint wird, hat in der Kurstadt keine Panik verursacht.

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Quelle: SN

Bad Nenndorf. Zwar wird der Weggang Hartmut Ammanns bedauert, doch ein schlechtes Vorzeichen für den Standort Bad Nenndorf sei die Zusammenlegung der Chef-Ebene nicht, lautet der Tenor.

 Stadtdirektor Mike Schmidt räumt ein, dass bei ihm zunächst die Alarmglocken geschrillt hatten, als er von dem Schritt erfahren habe. Schließlich stehe die Zahl 2019 im Raum – in jenem Jahr laufen die Mietverträge des Staatsbades für die Bad Nenndorfer Immobilien aus. Doch die Zusage des Landes, sechs Millionen Euro in die Therme und die Klinik investieren zu wollen, stimmt Schmidt zuversichtlich, dass der Standort Bad Nenndorf nicht in Gefahr ist.

 Er wolle abwarten, wie sich die Dinge entwickeln. „Bisher gab es kurze Wege, das hatte natürlich Vorteile“, so Schmidt. Doch der Stadtdirektor hegt auch die Hoffnung, dass die Rivalität der beiden einzigen Niedersächsischen Staatsbäder nachlässt. Schmidt erinnert an den Weggang eines in Bad Nenndorf tätigen Chefarztes nach Pyrmont. Dass Nenndorf nur noch der „kleine Bruder“ des größeren Pyrmonter Betriebes werden könnte, befürchtet Schmidt nicht. „Bad Nenndorf hat gute Belegungszahlen“, betont der Stadtdirektor. Er werde zeitnah um einen Gesprächstermin mit dem designierten Geschäftsführer Maik Fischer bitten.

 Ähnlich bewertet Bad Nenndorfs Bürgermeisterin, Gudrun Olk, die Entwicklung. „Man muss das jetzt erst mal sacken lassen. Es handelt sich ja vor allem um eine Frage der Organisation vor Ort“, so Olk. Es werde gewiss nicht einfach, Pyrmont und Nenndorf gemeinsam zu leiten. Auch sie sieht die Zusage des Landes zu weiteren Investitionen in den Standort Bad Nenndorf als Signal dafür, dass dieser keine Einbußen zu erwarten hat.

 Grundsätzlich mache es vielleicht Sinn, zwei Standorte mit vielen Gemeinsamkeiten zusammenzufassen. Dass dabei nicht der bisherige Bad Nenndorfer Geschäftsführer die Leitung beider Standorte übernimmt, sondern der Bad Pyrmonter Chef, macht aus Olks Sicht durchaus Sinn. Denn in Pyrmont habe es keine Teilkommunalisierung gegeben. Zahlreiche dort anfallende Aufgaben seien in Nenndorf in städtischer Hand.

 Zu hoch sei der Vorgang ohnehin nicht zu hängen: „Dass der Geschäftsführer nicht mehr vor Ort ist, heißt ja nicht, dass der Rest der Mannschaft nichts mehr macht“, so Olk. Sie sieht Bad Nenndorf „weiter auf einem guten Weg“.

 Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Bad Nenndorf, Henning Jürgens, will die Entwicklung wachsam verfolgen. Eine Geschäftsführung direkt in Bad Nenndorf wäre besser für den Ort, ist Jürgens überzeugt. „Dass Bad Nenndorf von Bad Pyrmont aus mitverwaltet wird, wird dem Standort vielleicht nicht gerecht“, meint Jürgens. Zwischen beiden Städten liege eine Autostunde, und es lasse sich nicht alles auf elektronischem Wege lösen. Auch Jürgens wertet die Investitionen als positiv, dennoch sagt er: „Wir müssen das beobachten.“ gus

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