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Rechtes Lager gibt keinen Mucks von sich

Kommen die Nazis? Rechtes Lager gibt keinen Mucks von sich

Der Termin für den angemeldeten Nazi-Aufmarsch in Bad Nenndorf am 5. August rückt immer näher. Doch bisher halten sich die Rechten weiter zurück. Nichts deutet derzeit darauf hin, dass der sogenannte Trauermarsch in wenigen Wochen stattfinden und somit genauso wie im vergangenen Jahr ausfallen wird.

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Ein Gegenprotest wird in diesem Jahr wohl nicht nötig sein.

Quelle: ARCHIV

BAD NENNDORF. Trotzdem hat das Niedersächsische Kultusministerium den Antrag der Berlin Schule bewilligt, die Einschulung vom landesweiten Termin von Sonnabend, 5. August, auf Sonntag, 6. August, zu verschieben. Damit ist die Bildungseinrichtung die einzige Schulde in Niedersachsen, die die Prozedur an einem anderen Datum ausrichtet. Offenbar möchte auch das Ministerium kein Risiko eingehen. „Grund für die Entscheidung ist die besondere Situation vor Ort, die von der Schule und dem Schulträger in Gesprächen mit dem Kultusministerium und der Niedersächsischen Landesschulbehörde umfassend erörtert wurde“, so Tanja Meister, Sprecherin des Kultusministeriums, auf Anfrage dieser Zeitung.

Die Rechten könnten immer noch aufmarschieren

Denn die Rechten können, entgegen aller Wahrscheinlichkeiten, trotzdem noch aufmarschieren. Angemeldet ist der sogenannte Trauermarsch ohnehin bis in das Jahr 2030, der Verwaltungsakt verlangt aber, dass sich der Anmelder bis spätestens 48 Stunden vor der Aktion beim Landkreis melden muss.

Alle Versuche der Kontaktaufnahme hinsichtlich der Kreisverwaltung sind bislang fehlgeschlagen. Auch ein Brief, bei dem der Landkreis dem Anmelder zu verstehen gegeben hatte, dass man davon ausgeht, dass der Trauermarsch in diesem Jahr wieder ausfällt, blieb unbeantwortet. Dabei ist auch geblieben. „Es sieht so aus, als ob der Trauermarsch nicht stattfindet – auch wenn wir das nicht mit 100 prozentiger Sicherheit sagen können“, sagt Kreisdezernentin Andrea Stüdemann.

Das Bündnis ist vorbereitet

Auch beim Bündnis Bad Nenndorf ist bunt (BNib) ist man sich so gut wie sicher, dass die Rechten der Kurstadt erspart bleiben. „Das Thema wird offenbar totgeschwiegen in der rechten Szene“, sagt Vorsitzender Jürgen Uebel. Trotzdem ist das Bündnis vorbereitet. „Kommen sie, werden wir ihnen zeigen, dass sie hier und anderswo nichts verloren haben“, schreibt BNib kämpferisch in einer Ankündigung für seine Aktionen am 5. August, zu der alle Bürger der Kurstadt eingeladen sind. „Wir wollen zeigen, dass wir es geschafft haben, mit kreativem Protest die Nazis mürbe zu machen und wollen weiterhin Flagge zeigen“, sagt Sigrid Bade von BNib.

Los geht es um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kurmuschel. Danach, um 11.30 Uhr, zieht der Tross gen Wincklerbad. Bei einer Party mit Live-Musik und Bratwürsten vom Grill sowie Getränken wollen die Bündnisteilnehmer und alle Gäste das wahrscheinlich zweite Wegbleiben der Rechten entsprechend feiern – oder im Notfall gegen die Nazis protestieren. js

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