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Riehs verlässt AfD

Rintelner Vorsitzender unterstellt Inszenierung Riehs verlässt AfD

Der Bad Nenndorfer Lokalpolitiker Volker Riehs hat aus dem Streit mit seinem Widersacher Peter Hardtke nun doch die Konsequenz gezogen, aus der AfD auszutreten. Der Auslöser ist eine Reaktion des Stadtverbandes Rinteln auf dessen Internetseite.

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BAD NENNDORF. . Die Worte des dortigen AfD-Vorsitzenden, Jens Wilharm, haben für Riehs, der laut Zeugen von Hardtke auf den Stumpf seines amputierten Arms geschlagen wurde, das Fass zum Überlaufen gebracht. Zu dem Vorfall an sich äußerst sich Wilharm nur indirekt und unterstellt dem Bad Nenndorfer eine Inszenierung. Riehs habe „nichts anderes im Sinn, als der Partei zu schaden“, schreibt Wilharm.
Dieser attestiert Riehs, als schlechter Verlierer gehandelt zu haben. Wegen seiner politisch linken Einstellung sei der Nenndorfer bei der Aufstellungsversammlung der Kreistagswahlliste nicht berücksichtigt worden. Hardtke hatte für Bad Nenndorf den Vorzug auf der AfD-Kreistagsliste bekommen.
Riehs habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass sein Herz trotz seines AfD-Beitritts weiterhin links schlägt. Und dies verheimlichte Riehs selbst gegenüber seinen kurzzeitigen Parteikollegen nie. So schloss er sich in Bad Nenndorf am 6. August, als er offiziell noch zur AfD gehörte, dem Anti-Nazi-Protestzug an. Bei der Kommunalwahl 2011 war Riehs für Die Linke angetreten.
Wilharm sieht die AfD zwar als Schmelztiegel von Politikern unterschiedlicher ideologischer Herkunft. Doch wenn das Herz eines Politikers noch immer links schlage, dann wisse er nicht, was dieser in der AfD zu suchen habe. Und ganz offen schreibt der Rintelner: „Leute wie Volker Riehs gehören nicht in diese Partei.“ Wie genau der Gescholtene den Vorfall, bei dem ihm Hardtke auf den Armstumpf geschlagen haben soll, inszeniert haben könnte, verschweigt Wilharm.
Dieser attestiert der AfD Nienburg-Schaumburg stattdessen, „zehn gute Kandidaten“ zu haben. Darin schließt er Hardtke, gegen den der Landesverband immerhin im Zuge eines Parteiordnungsverfahrens ermittelt, also ein, denn die AfD hat nur zehn Kandidaten für den Schaumburger Kreistag. Wilharm: „Ich bin sehr glücklich über unsere Kreistags-Mannschaft.“
Riehs reicht es nun endgültig. Zuvor hatte er seinen Austritt per Online-Formular eingeleitet, aber keine Bestätigung des Landesverbandes erhalten. Den Schritt wollte er eigentlich auch noch einmal überdenken, bis das Verfahren gegen Hardtke beendet ist. Nun ist er aber endgültig ausgetreten und hat dies dem Landesverband auch schriftlich mitgeteilt – und zwar per Einschreiben.

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