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„Rufmordkampagne“ noch einmal Thema

Agnes-Miegel-Gesellschaft „Rufmordkampagne“ noch einmal Thema

"Linke Aktionisten" begehen "Rufmord": Die bei der Mitgliederversammlung der Agnes-Miegel-Gesellschaft wiedergewählte Vorsitzende, Marianne Kopp, hat den Umgang der Öffentlichkeit mit der Dichterin moniert. Auch, aber nicht nur in Bad Nenndorf.

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Die Versetzung des Miegel-Denkmals aus dem Kurpark Bad Nenndorf ist noch einmal Thema in der Hauptversammlung der Agnes-Miegel-Gesellschaft gewesen. Archiv

Bad Nenndorf. Noch einmal war die Umsetzung des Miegel-Denkmals in der Kurstadt Thema. „Linke Aktionisten“, so Kopp, hätten das Ziel gehabt, die Stele zu verbannen. Eine „Rufmordkampagne“ sei gestartet worden, „die auch vor Gewaltanwendung nicht zurückgeschreckt“ habe. Kopp betonte, die Miegel-Gesellschaft sei eine rein kulturell ausgerichtete und politisch nicht verortete Gruppe. Den Mitgliedern gehe es um die Pflege des Andenkens der ostpreußischen Dichterin.Kopp selbst will sich weiterhin der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Miegelschen Werkes widmen. Bei ihren Forschungen sei sie auf ein Dokument gestoßen, das von einer Begegnung Willy Brandts und Herbert Wehners mit Miegel zeuge. Darin monierten beide frühere Sozialdemokraten einen Verlust des Geistes in der Gesellschaft. Die Vorsitzende kritisierte die Umbenennung der Agnes-Miegel-Straßen in Hannover und Aachen. Gar empörend fand sie den Versuch in Frankfurt, der Dichterin den Goethe-Preis abzuerkennen. Am Grab Miegels in Bad Nenndorf erinnerte Kopp an die Verleihung des Kleist-Preises 1916, der die Dichterin in eine Reihe mit Brecht, Zuckmayer und Musil stelle.Die Gesellschaft verzeichnete in 2016 einen leichten Mitgliederschwund, zählt allerdings noch immer 268 Zugehörige. Acht kamen 2015 neu hinzu. Positiv hob Kopp die Besucherfrequenz im Agnes-Miegel-Haus hervor, speziell drei 25-köpfige Reisegruppen, die im vergangenen Jahr dort gewesen seien.Die neue Leiterin des Miegel-Hauses, Annegret Schröder, bezeichnete Kopp als Glücksfall. Schröder ersetzt Inge Meyer, die aus gesundheitlichen Gründen von ihrer Aufgabe zurückgetreten war. Zudem betreut Ursula Deschner einige der Öffnungszeiten, weil Schröder voll berufstätig ist.   gus

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