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SPD bedauert Nein zu Marketing

Bad Nenndorf SPD bedauert Nein zu Marketing

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bad Nenndorf ist mit ihrem Antrag auf ein professionelles Stadtmarketing gescheitert. Der Verwaltungsausschuss stimmte dagegen, dass ein entsprechender Prozess in Gang gesetzt wird. Die SPD will das Thema weiterverfolgen, um die Stadt aus seiner Orientierungskrise zu führen.

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Blick in die Süntelbuchen-Allee. Die SPD will durch einen extern moderierten Stadtmarketingprozess die Schönheit und Stärken Bad Nenndorfs mehr als bisher in den Vordergrund rücken.

Quelle: Archivfoto

Bad Nenndorf. In einer Pressemitteilung formulieren die Sozialdemokraten ihr Bedauern über die Entscheidung des Ausschusses. Dabei sei bereits 2013 ein Stadtmarketingprozess eingeleitet worden, im Etat für 2015 stehen 20.000 Euro, um einen Marketing-Experten zu beauftragen. Doch jetzt machte der Verwaltungsausschuss der SPD einen Strich durch die Rechnung. Vielmehr: Der gesamten Stadt – so lautet die Lesart der Sozialdemokraten.

Denn diese sehen in einem extern moderierten Stadtmarketingprozess einen wichtigen Baustein, damit sich Bad Nenndorf und dessen Einwohner ihre Stärken vor Augen führen können. Handelnde seien nicht nur Rat und Verwaltung, sondern auch Gastronomen, Hoteliers und Einzelhändler. Die Stadt solle als Produkt betrachtet werden, das gesamte Angebot vermarktet werden.

„Stadtmarketing ist ebenso nach außen auf Tourismus und ansiedlungswillige Unternehmer zu richten, wie nach innen auf Einwohner und ansässige Unternehmer sowie die Mitarbeiter der Verwaltung, die wichtige Träger der Zusammenarbeit beim Stadtmarketing sind“, wird Bürgermeisterin Gudrun Olk in der Pressenotiz zitiert. Kritiker hatten bereits in vorherigen Debatten von einem unnötigen und teuren Vorhaben gesprochen.

Aus Sicht der SPD befindet sich Bad Nenndorf seit etwa einem Jahrzehnt in einer Orientierungskrise. Das Wegbrechen des alten Kurbetriebs und die Teilkommunalisierung haben die Frage aufgeworfen, wie sich Nenndorf entwickeln sollte. „In dieser Situation muss sich Bad Nenndorf – müssen sich die Bad Nenndorfer – auf ihre eigenen Qualitäten besinnen und die Entwicklung von innen heraus selbst in die Hand nehmen,“ so Fraktionssprecher Volker Busse.

Hinzu komme, dass es für den Marketingprozess Städtebaufördergeld gibt. Zwei Drittel der Kosten würden bezuschusst. Die SPD hatte bereits seit Jahren bei eigenen Veranstaltungen über das Erstellen eines Leitbilds für die Kurstadt diskutiert.

Stadtdirektor Mike Schmidt hätte es ebenfalls gern gesehen, wenn der SPD-Antrag Erfolg gehabt hätte. Denn Schmidt plant seinerseits, das Stadtmarketing verstärkt in den Fokus zu rücken. Gemeinsam mit einer Fachkraft, die sich um den Bereich Werbung kümmern soll, wolle er das Marketing in die Hand nehmen. Die Ergebnisse des von der SPD angestrengten Prozesses hätten eine gute Basis liefern können, sagte Schmidt auf Anfrage.

Der SPD war es wichtig, den Prozess extern steuern zu lassen, sodass jemand unbefangen auf den Istzustand blickt. gus

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