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Bad Nenndorf Sachargumente reichen nicht immer
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00:18 05.01.2018
Ingo Knieper begrüßt ein neues SPD-Mitglied. Quelle: gus
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BAD NENNDORF

Die Themenvielfalt der Redebeiträge machte deutlich: Vor Stadt und Samtgemeinde liegen bewegende Monate.

Von einer erfreulich schnell gebildeten Rot-Schwarzen Koalition sprach Samtgemeindeverbands-Vorsitzender Udo Husmann. Aus den Ministerien kämen bereits jetzt erste positive Signale. Husmann wünschte Landrat Jörg Farr Erfolg für dessen Wahlkampf. Er begrüßte es, dass der Amtsinhaber noch einmal für die höchste Position im Landkreis antritt. Farr habe gute Arbeit geleistet und exzellente Aussichten auf eine Wiederwahl.

Husmann kritisierte indirekt, dass bei der Diskussion um die Übertragung der Verwaltungskräfte der Mitgliedsgemeinden an die Samtgemeinde die psychologische Komponente zu wenig berücksichtigt worden ist. Ihm gehe es nicht um das inhaltliche Für oder Wider, aber „das reine Sachargument“ sei in der Kommunalpolitik nicht immer der entscheidende Faktor. Er hoffe, dass sich die Lage alsbald entkrampfe und konstruktive Gespräche möglich werden.

Für Bad Nenndorfs Ortsvorsitzenden Ingo Knieper war die wichtigste positive Nachricht aus dem zurückliegenden Jahr, dass die SPD nun mit Marja-Liisa Völlers wieder eine Abgeordnete aus Nienburg-Schaumburg im Bundestag hat. Auch der Aufwind nach der erfolgreichen Landtagswahl spiegle sich auch vor Ort wieder – seither habe Knieper drei neue Parteibücher aushändigen können.

Der SPD-Chef, der auch Sprecher im Samtgemeinderat ist, dankte der Feuerwehr für ihre Beiträge zu den sachorientierten Gesprächen über die Zukunft des örtlichen Brandschutzes. Zu den wichtigen noch zu klärenden Fragen gehöre, welche Gerätehäuser neu gebaut werden müssen und welche Feuerwehren womöglich räumlich zusammengehen könnten.

Die SPD setze sich dafür ein, dass der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen unmittelbar in den einzelnen Gemeinden gedeckt wird. Knieper warnte vor negativen Entwicklungsfolgen, wenn Jungen und Mädchen aus ihren angestammten Gruppen gerissen werden müssten, weil dort kein Platz besteht.

Hinsichtlich der Verwaltungsübertragung blieb Knieper eher vage – oder auch salomonisch: Er hoffe, dass die Gespräche dazu im Januar beginnen und die Haushaltsberatungen wie geplant fortschreiten können. Mit Blick auf die möglicherweise scheiternde Druckerei-Ansiedlung bei Bad Nenndorf betonte der SPD-Politiker, dass weder Politik noch Verwaltung dabei Versäumnisse vorzuwerfen sind. Innerhalb des Bad Nenndorfer Stadtgebietes machte Knieper erhebliche Sicherheitsprobleme für Fußgänger aus, unter anderem im Bereich Hindenburgstraße.

gus

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