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Saftige Strafe für Betrüger

Bad Nenndorf/Rodenberg / Haft auf Bewährung Saftige Strafe für Betrüger

Ein 23-jähriger Rodenberger, der zuvor in Bad Nenndorf lebte, ist am Donnerstag vom Amtsgericht Stadthagen wegen mehrfachen Betruges und Fahrens ohne Führerschein zu zehn Monaten Haft – ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung – verurteilt worden.

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Quelle: pr.

Von Oliver Nowak

Bad Nenndorf/Rodenberg. Auch die ehemalige Verlobte des Angeklagten wurde von Richter Kai Oliver Stumpe nach Jugendstrafrecht zu 40 Sozialstunden und ein Wochenende Freizeitarrest verurteilt. Ihr wurde zur Last gelegt, sich an einer Betrugstat ihres Partners wissentlich beteiligt zu haben.

So sah es das Gericht als erwiesen an, dass der Angeklagte am 3. Dezember 2012 über ein Internetportal einen Thermomixer für 710 Euro zum Verkauf angeboten hatte, obwohl er die feilgebotene Ware nicht besaß. Nach Eingang des Kaufbetrags auf das Konto der Verlobten hielt der Angeklagte den Privatkunden mehr als eine Woche mit Kurznachrichten per Handy hin, beteuerte, die Ware zu senden, und später, das Geld zurückzuzahlen.

Doch zu all dem kam es nicht. Dass die damalige Verlobte nichts von der Tat ihres Partners gewusst hatte, glaubte Richter Stumpe nicht.
In einem weiteren Fall bestellte der Angeklagte am 17. April 2013 zwei hochwertige Saftpressen von einer Firma im Gesamtwert von rund 1200 Euro. Bezahlt werden sollte die Ware per Bankeinzug.

Das dafür angegebene Konto seiner Ex-Verlobten war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits aufgelöst. Zudem war der Angeklagte am 10. Dezember 2013 in Bad Nenndorf beim Fahren eines VW Golf ohne Fahrerlaubnis erwischt worden.

Der Angeklagte gab alle Taten zu, ohne weitere Angaben vor Gericht zu machen. Staatsanwalt Wilfried Stahlhut forderte eine zehnmonatige Haftstrafe ausgesetzt zur Bewährung und 120 Stunden gemeinnützige Arbeit. Dieser Forderung kam Stumpe in Teilen nach. Die Sozialstunden jedoch schloss er vorerst aus, weil der geringfügig beschäftigte Angeklagte beteuerte, bald in Vollzeit zu arbeiten.

Eigentlich, so sagte Stumpe, hätte er den 23-Jährigen auch gleich ins Gefängnis schicken können bei der Vielzahl an Vorstrafen – mehrheitlich wegen Betruges und Fahren ohne Fahrerlaubnis. Insgesamt zwölf Verfahren und zwei Gesamtstrafbeschlüsse gingen seit 2006 zulasten des jungen Mannes. Doch jeder sollte auch eine Chance zur Bewährung haben, meinte Stumpe.

In Freiheit nach Hause zurück konnte der Verurteilte nach der Verhandlung jedoch nicht. Begleitet von zwei Polizisten wurde er zum Absitzen einer von Stumpe angeordneten Arreststrafe nach Nienburg gefahren. Der junge Mann hatte erst eine der damals verhängten zwei Wochen Arrest abgesessen. Zur zweiten Arrestwoche war er nicht angetreten. Das galt es nun nachzuholen.

Demnächst muss sich der junge Mann zudem in einem erneuten Fall von Betrug vor Gericht verantworten. Dann, so Richter Stumpe, würde in Anbetracht der Vorstrafen die neu zu verhängende Haftstrafe wohl ein Jahr überschreiten.

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