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Sagenhafter Ansturm aufs Parkfestival

Bad Nenndorf Sagenhafter Ansturm aufs Parkfestival

Das Gourmet- und Lichterfest in der Kurstadt hat alle Rekorde gebrochen und mit seinem kulinarischen und musikalischen Angebot Tausende von Besuchern begeistert.

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Die Märchenwesen beleben die Promenade und bieten den Besuchern bunte Choreographien.

Quelle: ar

Von Andrea Riekena

Bad Nenndorf. Pünktlich zum Beginn der Festlichkeiten hatte der Sommer noch einmal richtig Gas gegeben und so die Rahmenbedingungen für eine rundum gelungene Veranstaltung geschaffen.

 Zum dritten Mal verwandelte sich die Promenade oberhalb der Muschel in eine Flanier- und Gourmetmeile. Mit einem musikalisch ausgefeilten Programm, das die Gäste zum Verweilen auf einem der gefragten schattigen Plätze oder auch in der warmen Spätsommersonne einlud, traf Organisatorin Silke Busche den Geschmack der Besucher.

 Zahlreiche kulinarische Köstlichkeiten verwöhnten die Gaumen der auch aus dem weiteren Umland, beispielsweise aus Wunstorf und Barsinghausen, angereisten Gäste.

 Märchenhafte Gestalten und Fabelwesen durchstreiften immer wieder das Gelände. Ein weißer Faun stolzierte im glänzenden Prachtkleid herum, streute regelmäßig silbernes Konfetti auf die Menschen und zog immer wieder einen großen Schwarm Kinder hinter sich her. Achtung war auch vor dem Federvieh des Vogelreiters geboten, das sich gern mit seinem Schnabel dem Haarschopf oder dem Essen der Unaufmerksamen widmete.

 Ein besonders starker Magnet waren die etlichen historischen Holzspiele, die im Schatten der großen Bäume aufgebaut waren und Groß und Klein in ihren Bann zogen. Abends leuchtete der Park mit einer riesigen Menge an bunten Windlichtern, menschengroßen, illuminierten Blumen und den „Flames of Water“, die regelmäßig die Massen anzogen und für viel Begeisterung und Gänsehaut sorgten. Die „Flames of Water“ bestachen speziell mit ihrer Komposition aus Wasserspielen, Licht und mitreißender, abgestimmter Musik.

 Auch das bunt angestrahlte Schlösschen sorgte für ein heimeliges Ambiente im Hintergrund des bunten Treibens.

Festgäste lieben die „Klassiker“

Auf der Gourmetmeile konnten es sich die Besucher des Parkfestivals richtig gutgehen lassen. Doch was schmeckt ihnen besonders gut? Wir haben nachgefragt.

Jens Beneke, Inhaber der Bäckerei Frenzel, verrät: „Wir haben zwar dieses Jahr auch Herzhaftes dabei, aber der Zwetschenkuchen ist immer der Klassiker und wird am meisten gekauft.“

Am Stand des Babas ist der „Köfte-Teller“ der Renner. „Der ist oft nach einer Stunde ausverkauft.“, erzählt Bahar Anar. Auch die Mitarbeiter des Gasthauses „Mooshütte“ erklären etwas „Fleischiges“ zum Lieblingsessen ihrer Kunden. Dieses Jahr befinden sich Bäckchen vom Bentheimer Wiesenkalb erstmalig auf der Karte und werden gern genommen.

Das Restaurant „Mein Steakhaus“ aus Apelern und „Lunch-time Lehrte“ servieren am häufigsten ihre Burger. „Aber wir haben immer eine neue Variante mit dabei.

Ich möchte meinen Kunden die Möglichkeit bieten, etwas Neues zu probieren“, betont René Bremer, Inhaber des „Lunchtime Lehrte“. Und ab dem Abend entwickelte sich bei den sommerlich eingestimmten Besuchern sein Maracuja-Sorbet zum Schlager.

Musikprogramm erweist sich als großer Publikumsmagnet

Das musikalische Programm des Gourmet- und Lichterfestes hat am Wochenende dem Publikum offenkundig gefallen. Besonders die abendlichen Auftritte erwiesen sich als Magneten mit großer Anziehungskraft und übertrafen nahezu alles bisher Gebotene. Hunderte von Menschen fanden sich zeitweilig auf der Promenade ein. Die Menschenmenge reichte bis weit in den Kurpark hinein.

Am Freitagabend brillierte zum wiederholten Mal die „Soul Kitchen“-Band. Bereits zum vierten Mal ist sie in der Kurstadt aufgetreten und riss die Menge mit. Mit einem breiten Repertoire aus Hits wie „I‘m a Soul Man“ – bekannt aus dem Film „Blues Brothers“ – und aktuellen Hits wie „Happy“ von Pharrell Williams begeisterten sie das Publikum bis spät in die Nacht.

In ganz neuer Formation trat am Sonnabend Lokalmatador „Simply Dry“ auf und gab reihenweise Chartstürmer der vergangenen 30 Jahre zum Besten. Ganz spontan entstand auch mal eben ein Medley aus „No Woman, no Cry“ von Bob Marley und „Ai Se Eu Te Pego“ von Michel Télo. Dem Publikum war es recht – es dankte den Künstlern mit großem Applaus, sang kräftig mit und bevölkerte die Tanzfläche.

Auch das Tagesprogramm war qualitativ hochwertig. Die Band „Moody Groove“ unterhielt die Besucher am Sonnabendnachmittag mit Soul, Jazz, Funk und Rock aus mehreren Jahrzehnten. Zur besten Kaffeezeit spielten am Sonntag Frank Riley & Band auf. Mit Songs wie „My Girl“ und „Stand by me“ unterstrichen sie die Südstaaten-ähnliche Hitze, die auf der Promenade herrschte, und lieferten damit noch mehr musikalischen Hochgenuss.

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