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Salzbrunn wirft hin

Behinderten- und Seniorenbeirat Salzbrunn wirft hin

Paukenschlag nach rund zwei Stunden Sitzung: Klaus-Dieter Salzbrunn hat den Vorsitz des Behinderten- und Seniorenbeirats der Samtgemeinde Nenndorf abgegeben und das Gremium verlassen. Er habe den Eindruck, der Beirat werde von Politik und Verwaltung nicht ernst genommen.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Bad Nenndorf. Kommissarisch springt Stellvertreter Volker Riehs ein. Der will die Vorsitzfunktion aber nicht dauerhaft ausüben, weil er noch nicht lange genug in der Kurstadt lebe. Er hofft, dass entweder Wilfried Koch oder Siegfried Kreft das Amt übernehmen. Die Entscheidung fällt am 10. Oktober bei einer internen Sitzung.

Nach Karen Hundt verliert der Beirat das zweite seiner sieben Mitglieder. Zuvor war die einzige Nachrückerin, Edeltraut Benthin, bereits für die ebenfalls ausgeschiedene Eike Driels eingesprungen. Damit bleibt das Gremium beschlussfähig. Sollte es noch zwei weitere Ausfälle geben, müsste neu gewählt werden. Turnusgemäß ist die Neuwahl aber ohnehin bereits für den kommenden Juni geplant.

Verhärtete Fronten über zwei Jahre

Der Abschied Salzbrunns ist an sich nicht überraschend, der Zeitpunkt indes schon. Spannung hatte es zwischen dem ehemaligen SPD-Ratsherrn und Verwaltungschef Mike Schmidt – Mitglied der CDU – von vornherein gegeben. Im Laufe der gut zwei Jahre, die Salzbrunn das Gremium leitete, verhärteten sich die Fronten. Doch vor wenigen Wochen erst hatte es eine Aussprache zwischen beiden gegeben, die nach Schmidts Angaben ausgesprochen gedeihlich verlaufen ist. Dies sieht zwar auch Salzbrunn so. Dennoch habe er das Gefühl, es lasse sich durch den Beirat nicht genug bewegen. Zudem habe er noch den örtlichen Siedlerbund zu führen.

Als Schmidt von dem Vorgang erfuhr, fiel er aus allen Wolken, hatte er doch gedacht, die Wogen geglättet zu haben. Bei der Sitzung war er nicht anwesend, weil er gleichzeitig eine Trauerfeier besuchen musste. Auch sein allgemeiner Vertreter, André Lutz, war verhindert, einen anderen Mitarbeiter hatte die Verwaltung nicht geschickt.

Reichlich Kritik für die Verwaltung

Das war misslich, weil in der reichlich fahrigen Diskussionsrunde erneut viel Kritik auf die Verwaltung einprasselte. Darüber hinaus wurden Sachverhalte verkehrt dargestellt, sodass ein Experte aus dem Rathaus manches hätte widerlegen und abkürzen können. Das Fehlen eines Verwaltungsmitarbeiters hat Salzbrunn aber bei seinem Schritt nicht beeinflusst. Er habe sich schon früher entschieden gehabt.

Der Diskussion ließ der Noch-Vorsitzende bei seiner letzten Sitzung nahezu freien Lauf –ein erstes Indiz dafür, dass ihm die Lust vergangen war. Häufigste Redner waren Klaus-Dieter Knoblauch und die AfD-Politikerin Christa Hardt, die dem Beirat nicht angehören. gus

Nur Verlierer

Ein Kommentar von Guido Scholl

Das Hickhack im Seniorenbeirat hinterlässt nur Verlierer. Klaus-Dieter Salzbrunn zieht sich frustriert zurück, die Verwaltung muss unangebrachte Kritik einstecken, und der Rest des Beirates hat nun die Nachfolge zu regeln. Der Ruf des Gremiums hat gelitten. Im Fahrwasser des Dauerstreits segelte die AfD-Politikerin Christa Hardt clever mit und nutzte die Sitzungen als Bühne. Und Klaus-Dieter Knoblauch, der wie Hardt nicht im Beirat sitzt, schimpft dort ständig über Gehweg-Engstellen, die selbst im Stadtrat niemand skandalös findet. Unter Friedrich Kräft hätte es das im Seniorenbeirat nicht gegeben.

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