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Bad Nenndorf Schittek legt nach im Brunnen-Streit
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Schittek legt nach im Brunnen-Streit
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00:16 17.10.2013
Die Frage nach der Zukunft des Brunnens vor dem Haus Kassel schlägt weiter Wellen.  jcp
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Von Jan-Christoph Prüfer

Bad Nenndorf. „Braucht eine Stadt wie Bad Nenndorf sowas?“, fragt ein Nutzer auf der Facebookseite der Schaumburger Nachrichten. „Und wieso überhaupt von international renommierten Künstlern? Wären nicht Einheimische besser, die auch hier Steuern und Fremdenverkehrsabgabe zahlen?“
Ähnliche Fragen haben Anrufer Professor Schittek in Reaktion auf den SN-Artikel am Telefon gestellt. „Aber eigentlich waren das keine Fragen“, sagt Schittek. Er habe das Gefühl gehabt, die Meinung der Anrufer habe bereits festgestanden.
Das mache ihn traurig, weil das Verfahren selbst bisher „demokratisch und professionell so sauber abgelaufen“ sei. Drei Mal habe der Verwaltungsausschuss seinen Ausführungen und Plänen zugestimmt – einstimmig. „Das passiert in Bad Nenndorf nicht so oft“, weiß Schittek.
Durch den Akt eines „Menschen ohne Selbstreflexion“ – gemeint ist der Kreuzrieher Künstler Peter Lechelt – werde nun „alles schon im Vorfeld kaputt gemacht“. Schittek: „Es ist doch keine Qualifikation, in Kreuzriehe zu wohnen.“
Schittek sei sich sehr wohl im Klaren darüber, wie der Konflikt auf Außenstehende wirken müsse. „Die Menschen denken, so ein armer Kerl, da wird der von dem Schittek einfach ausgebootet“, sagt der Wettbewerbsleiter. Auch der von Lechelt erhobene Vorwurf des elitären Denkens lenke die Situation um den Brunnen vor dem Haus Kassel „in eine völlig falsche Richtung“.
Lokaler Künstler zu sein sei kein Kriterium für das, was die Stadt Bad Nenndorf vorhabe. Es gehe um einen zentralen Platz, wie es ihn so bisher nicht gibt. „Wir reden von einer neuen städtebaulichen Definition“, erklärt Schittek.
Vor dem Haus Kassel soll ein Brunnen gebaut werden. Acht teils international bekannte Künstler reichen dafür Entwürfe ein. Der Wettbewerb ist auf diese Acht beschränkt. Der Kreuzrieher Bildhauer Peter Lechelt fühlt sich vorsätzlich ausgeschlossen. In Schaumburg sind viele seiner Werke zu sehen, darunter der „Rintelner Roland“.

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