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Schluss mit Riesenhäusern

Bad Nenndorfer Bauausschuss will homogeres Erscheinungsbild Schluss mit Riesenhäusern

Eine Dauerdebatte steht kurz vor ihrem Abschluss: Der Bauausschuss des Bad Nenndorfer Rates hat den Bebauungsplan für den Bereich zwischen Kirche und Friedhof befürwortet. Dieser soll die Höhen der Gebäude homogener regeln.

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Mauert sich die Kirche ein? Ratsherr Uwe Engelking hat Sorge, dass ein Anbau an das große Gebäude das Erscheinungsbild ruiniert.gus

Bad Nenndorf. Manche früher dort errichteten Gebäude haben wegen der Hanglage fünf Stockwerke, die von der Straße aus auch zu sehen sind. Doch die Topografie ermöglicht es, dass rein rechnerisch nur zweieinhalb Vollgeschosse vorhanden sind. Ab jetzt soll nach Worten von Bauamtsmitarbeiter Markus Jacobs ein objektiver Maßstab gelten, für den Trauf- und Firsthöhen herangezogen werden.

 Entscheidend ist aber, dass die maximalen absoluten Höhen vorgegeben werden, Referenzpunkt ist der Meeresspiegel beziehungsweise Normalnull. Die erlaubten Firsthöhen variieren unterhalb der Hauptstraße zwischen 91 und 100 Metern, oberhalb der Hauptstraße zwischen 96 und 103 Metern. Wie hoch ein Haus selbst sein darf, ergibt sich somit aus der Lage am Hang. Der Höhenunterschied nebeneinanderstehender Gebäude darf künftig nicht mehr als drei Meter betragen.

 Die Zahl der Stellungnahmen, die im mittlerweile dritten Auslegungsverfahren eingegangen waren, fiel laut Jacobs gering aus. Das zuletzt behandelte Problem am Immenkamp ist per Grundstücksverkauf geregelt worden, sodass der vorhandene Zaun jetzt die tatsächliche Grenze des Bebauungsplanes darstellt.

 Ein Zuhörer regte an, die Straße am Friedhof zur Einbahnstraße zu machen, und zwar mit Fahrtrichtung berghoch. Der Bad Nenndorfer hielt den Weg für zu eng und die Ausfahrt in Richtung Hauptstraße für zu gefährlich. Eine Sackgasse würde nicht entstehen, weil ein Ringschluss mit Hassenzinne und Immenkamp existiert. Stadtdirektor Mike Schmidt sicherte zu, sich die Stelle anzuschauen.

 Friedrich Varwig (SPD) sagte, dass seine Fraktion dem Bebauungsplan nicht zustimmen wird. Die SPD blieb damit bei ihrer Kritik, die Größenvorgaben für Gebäude seien zu lax. Auch die CDU hatte nach Worten Heinrich Stedings Bedenken, halte die fertige Satzung aber für eine vertretbare Lösung. Ähnlich äußerte sich Erwin Biener (WGN).

 Uwe Engelking (WGN) störte sich an einem Teilgrundstück unterhalb der Kirche, das zunächst aus dem Plan herausgenommen worden war, nun aber wieder darin auftaucht. Er wolle nicht, dass „sich die Kirche selbst zubaut“. Zu befürchten sei, dass die Kirche einen Anbau an das vorhandene Mehrfamilienhaus errichtet, „nur um damit ein bisschen Geld zu verdienen“. Engelking enthielt sich der Stimme.

 Der Plan passierte den Ausschuss mit fünf zu zwei Stimmen bei einer Enthaltung. Nun muss noch der Rat zustimmen. gus

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