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Schluss mit Tempo 40

Bad Nenndorfer Verkehrskonzept Schluss mit Tempo 40

Der zweite Zwischenbericht zum Bad Nenndorfer Verkehrskonzept hat im Bauausschuss erstaunliche Erkenntnisse offenbart und zu einer lebhaften Debatte geführt. Planer Lothar Zacharias bescheinigte der Kurstadt zur Überraschung der Zuhörer kaum Durchgangsverkehr. Dieser fließe über die umliegenden Strecken.

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Quelle: PR.

BAD NENNDORF. „Wo kommen dann die ganzen Autos her?“, entfuhr es einem Bürger. „Das sind die Bad Nenndorfer selbst oder die Leute, die hier einkaufen“, entgegnete Zacharias. Der Durchgangsverkehr auf der Entlastungsstraße würde erst dann zunehmen, wenn die Stadt eine Verbindung vom Hohefeld-Baugebiet zur B442 baut. Doch davon riet Zacharias ab.

Die Zahl der Querungsmöglichkeiten für Fußgänger ist ausreichend, zumal noch weitere hinzukommen, beispielsweise am Horster Kreisel. Mit zwei Ausnahmen: Südlich der Berlin-Schule sollte auf der Bahnhofstraße ein Zebrastreifen aufgemalt werden. Dasselbe regte Zacharias für die Rodenberger Allee auf Höhe WEZ/Bäckerei Hünerberg an.

Limit ist nicht kontrollierbar

Keinen Sinn machen aus Sicht des Experten die Tempo-40-Schilder. Dieses Limit müsste nach jeder Einmündung neu ausgewiesen werden – sonst ist es gar nicht kontrollierbar. Besser wäre eine Tempo-30-Regelung für die kniffligsten Bereiche. Ähnlich sieht es bei den nächtlichen Durchfahrverboten für Lastwagen und Motorräder aus: Da nicht alle Ortseinfahrten damit versehen sind, könne jederzeit ein Motorradfahrer behaupten, er habe solch ein Schild nie gesehen.

Problematisch ist aus Zacharias‘ Sicht die Strecke Kurhausstraße/Am Thermalbad. Diese dient zur Anfahrt mehrerer Parkplätze. Ihm zufolge sind die Flächen an der Poststraße und insbesondere jene an der Buchenallee schlecht ausgewiesen. Daher konzentrieren sich ortsfremde Autofahrer auf die Parkplätze bei Rewe, Penny und der Therme, weshalb auch diese Autos über die Kurhausstraße rollen. Eine Lösung hierfür ist derzeit nicht in Sicht.

Eltern-Taxi-Probleme vergleichsweise klein

Für mehr Sicherheit auf dem Schulweg schlug Zacharias einen ausgewiesenen Gehweg auf dem Hallenbad-Parkplatz und die teilweise Wegnahme einer Hecke vor. So ähnlich hatte das bereits die SPD angeregt. Die Eltern-Taxi-Probleme bezeichnete der Planer als vergleichsweise klein. Mit Verboten zu arbeiten, sei wenig erfolgversprechend, weil sich gerade bei Dunkelheit und Regen kaum Eltern an Regeln halten.

Schlimmer als an der Bahnhofstraße sei die Situation an der Schillerstraße. Dies liegt daran, dass die Kinder die Schule über den Pausenhof verlassen müssen. Stadtdirektor Mike Schmidt sagte, dass derzeit Gespräche mit der Leitung laufen, um dies zu ändern. Eine Einbahnstraße lehnte Zacharias für die Schillerstraße ab, weil dies zu höheren Geschwindigkeiten führen könnte.

Radfahren auf der Promenade erlauben

Stutzig machte den Fachmann, dass zwar in der Fußgängerzone das Radfahren erlaubt ist, dies aber auf der Promenade, der Verlängerung jener Strecke, untersagt sei. Dennoch radle dort jede Menge Volk. Eine Erlaubnis des Radfahrens auf der Promenade wäre ihm sehr lieb, so Zacharias. Dessen Ausführungen bezeichnete Stadtdirektor Mike Schmidt generell als „einen Segen“.

Zahlreiche Bürger äußerten Unmut wegen Fahrzeuglärms an ihren Straßen. Die Zustände seien einer Kurstadt nicht würdig. Volker Busse (SPD) kritisierte die Verwaltung dafür, dass sie diese Diskussion während einer ohnehin umfangreichen Bauausschusssitzung angesetzt hatte. Eine eigene Veranstaltung zu dem Thema hätte den Argumenten der Anwohner mehr Raum gegeben. gus

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