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Schulschluss oder neues Kapitel?

Nachfolgeregelung Schulschluss oder neues Kapitel?

 Wie es nach dem Auszug des Gymnasiums mit dem Gebäudekomplex an der Bahnhofstraße weitergehen soll, klären der Landkreis Schaumburg, die Samtgemeinde Nenndorf und die Stadt Bad Nenndorf gemeinsam.

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Das kleine Gymnasium steht im Fokus der Diskussion.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Dafür hat der Schulausschuss der Samtgemeinde plädiert.

 Wie berichtet, ist das sogenannte kleine Gymnasium ein Auslaufmodell. Wie haben sich die Umstände doch gewandelt: Nach dem Ende der dort ansässigen Orientierungsstufe (2004) war der Landkreis als Träger des Gymnasiums heilfroh, die Räume als „Überlaufbecken“ zur Hand zu haben. Denn trotz des ersten Anbaus an das Gebäude an der Horster Straße (2001) benötigte das Gymnasium mehr Platz, als dort vorhanden war.

 An die Horster Straße war die Schule 1977 von dem jetzt zur Debatte stehenden Komplex an der Bahnhofstraße gezogen. Bis Ende 2016 sollen die erneuten Anbauarbeiten am Gymnasialgebäude vollzogen sein. Dann benötigt das GBN die Nebenstelle an der Bahnhofstraße nicht mehr.

 Diese wird aber bereits jetzt für den Ganztagsbetrieb der Grundschule genutzt, die Mensa ist dort angesiedelt. Doch niemand im Schulausschuss nimmt an, dass der Landkreis den sonst leeren Komplex behält, nur um der Samtgemeinde Nenndorf den Ganztagsbetrieb zu ermöglichen. Also sollen alle möglichen Szenarien durchgespielt werden.

 Das Einfachste wäre, der Kreis behielte den Komplex, um ihn weiter zu vermieten. Dann aber müssten zusätzliche Nutzer einziehen. Daher gilt diese Möglichkeit als weitgehend unrealistisch.

 Möglich ist ein Verkauf des Gebäudes an die Samtgemeinde oder an die Stadt. Dann könnten beide Seiten miteinander vereinbaren, wie sie den dortigen Platz aufteilen. Auch der Landkreis könnte dann noch mit im Boot sein, denn in dem bisher kreiseigenen Gebäude wurde auch bereits Unterricht der Kreisjugendmusikschule erteilt. Ein Abriss des in Ringform angelegten Komplexes ist ebenfalls denkbar. Was dort anschließend entsteht, geht dann vor allem Bad Nenndorf etwas an. Daher soll die Stadt bei den Verhandlungen mit am Tisch sitzen, um die Entwicklung des Areals mitsteuern zu können. Wird das Kapitel des wandlungsfähigen Gebäudes also beendet oder folgt ein neues Kapitel? Eine offene Frage.

 Zumal auch die Samtgemeinde mehrere Baustellen hat, die nicht unabhängig voneinander sind und deren Entwicklung derzeit fortschreitet. Der Schulausschuss plädierte dafür, eine Strategie zu entwerfen, um Hort, Ganztagsschule und Ferienbetreuung möglichst gut aufeinander abgestimmt weiter zu entwickeln. Möglich also, dass die Nutzung des kleinen Gymnasiums für diese Aufgaben ausgebaut wird.

 Es spielt aber nicht nur die Raumfrage eine Rolle. Auch Fördermöglichkeiten gilt es abzuklopfen. Ebenso stehen Personalfragen im Fokus.

Das Schulgebäude an der Bahnhofstraße unterhalb der Grundschule hat bereits viele Wandlungen erlebt. 1960 erbaut, war dort bis 1977 das GBN ansässig. Von 1977 bis 2004 beherbergte der Komplex die Orientierungsstufe, seit 2004 ist er vornehmlich Nebenstelle des Gymnasiums. Bis 2009 war die Förderschule am Deister in dem Gebäude untergebracht. Bereits seit den achtziger Jahren nutzte es auch die Kreisjugendmusikschule (KJMS). Aktuell belegt das Gymnasium 27 und die Grundschule vier Räume. Die KJMS lässt in einem Raum ihre Bläserklasse üben. In zwei Zimmern lagern Fundstücke der Kreisarchäologie. Ein Drittel (17 von 50 Räumen) steht leer. gus

Von Guido Scholl

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