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Schwefelwasser sprudelt wieder

Bad Nenndorf / Staatsbad Schwefelwasser sprudelt wieder

Die Stadt Bad Nenndorf, das Staatsbad und das Ingenieurbüro Volker Wehmeyer haben den sanierten Brunnentempel im Kurpark der Öffentlichkeit übergeben. In der mit EU- und Landkreismitteln geförderten Modernisierung stecken Investitionskosten von 61 000 Euro. Der Tempel wurde als Nachfolgebau eines 1790 gebauten Vorläufers in den Jahren 1842/43 über der Schwefelquelle errichtet.

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Heinrich Bremer (von links), Anika Melching, Bernd Reese und Hartmut Ammann, Geschäftsführer des Staatsbades, genehmigen sich einen Schluck Schwefelwasser zum Abschluss der Sanierung

Quelle: bab

Bad Nenndorf (bab). Die Arbeiten am Brunnentempel aus Obernkirchener Sandstein haben mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant. Nach der Freilegung der Fundamente musste die Neugründung noch einmal überplant werden und die langanhaltende schlechte Witterung hat die Fertigstellung zusätzlich verzögert. Anika Melching vom betreuenden Baubüro Wehmeyer berichtet, die Säulen seien neu verankert und der Zugang zur Quelle optimiert worden.

Die Maßnahme sei „in guter Abstimmung mit dem Saatsbad erledigt“ worden, betont Stadtdirektor Bernd Reese. Immerhin gehe es bei dem Schwefelwasser auch um ein Arzneimittel, das laufenden Qualitätskontrollen unterzogen werden müsse, sagt Hauptamtsleiter Heinrich Bremer, bei der Stadt zuständig für die vom Staatsbad übernommenen Liegenschaften. Die Untersuchung ergab keine Mängel. So wird auch der Ausschank im „Haus Kassel“ nun wieder betrieben. „Wichtig ist, dass das Wasser wieder in Anspruch genommen werden kann“, meint Bremer.

Überwiegend Firmen aus dem Schaumburger Raum waren an der Sanierung beteiligt, berichtet Reese. Rein optisch macht der Brunnentempel durch Abstrahlen des Sandsteins und das Auftragen neuer Farbe an den Holzoberflächen und des Gewölbes nicht nur tagsüber einen guten Eindruck. Lichteffekte bieten auch bei Dunkelheit ein neues Bild. Ganz neu ist das Wasserspiel, das in der Mitte des Tempels installiert wurde und das ebenfalls beleuchtet ist. Die Stadt bedauert, dass die Glaskuppel bereits einen Sprung bekommen hat. So ist die Konstruktion undicht und Wasser schlägt sich am Glas nieder. „Der Tempel ist noch nicht abgenommen“, sagt Stadtdirektor Reese. Die Kuppel werde demnächst ersetzt. Mit dem Denkmalschutz ist die neue Konstruktion abgestimmt, berichtet Melching. Das Wasserspiel hat lediglich schmückenden Charakter. Normales Leitungswasser sprudelt ohne Verbindung zur Schwefelquelle aus der Düse.

Die Sanierung wurde mit 30 500 Euro aus EU-Leader-Mitteln gefördert. Der Landkreis Schaumburg hat 6000 Euro beigesteuert. Der Eigenanteil der Stadt beträgt 24 500 Euro. Bad Nenndorf wird auf die europäische Förderung später mit einem Schild hinweisen.

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