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Bad Nenndorf Sicherheitsfaktor Ampel
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Sicherheitsfaktor Ampel
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00:24 22.06.2015
An der Querungshilfe soll eine Bedarfsampel stehen. Quelle: gus
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Bad Nenndorf

Ausgangslage ist ein Wunsch von Eltern aus dem Wohngebiet Vorderes Hohefeld. Diese schilderten im Rathaus, wie sie derzeit ihren Nachwuchs zu Kita, Schule, Sportgelände und Schwimmbad bringen. Zu Stoßzeiten verabreden Mütter und Väter beispielsweise, dass immer mindestens ein Erwachsener eine Gruppe von Kindern begleitet, wenn diese die Entlastungsstraße passiert. Dieses Vorgehen hatte Polizei-Kontaktbeamter Jürgen Henze Eltern von Erstklässlern auch bei seiner Kampagne für sichere Schulwege geraten.

Noch lieber wäre den Eltern ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor an der Querungshilfe auf Höhe des Fußwegs zum Sportgelände. Stadtdirektor Mike Schmidt stimmt zu, schließlich seien ab und zu Kinder allein unterwegs, oder es kommen welche verspätet von der Schule. Und die Entlastungsstraße sei nicht ohne Tücke.

Gut ausgebaute Strecken, die nur an einer Seite bebaut sind, verleiten zum schnelleren Fahren, ist Schmidt überzeugt. Der frühere Polizeibeamte geht davon aus, dass viele Autofahrer das Tempolimit von 50 Stundenkilometern nicht einhalten. Hinzu kommt, dass bald ein weiteres Wohngebiet – das Hintere Hohefeld – weiteren Fußgängerverkehr bringen soll.

Einen Zebrastreifen, wie von Anwohnern erwünscht, hält Schmidt für weniger sinnvoll als eine Bedarfsampel, weil letztgenanntes Instrument mehr Sicherheit garantiere. Die Verwaltung will eine Dunkelampel, wie sie zwischen dem Stadtgebiet und dem Wohngebiet Auf dem Lay steht. Diese zeige nur Rot für Autos, wenn ein Fußgänger den entsprechenden Knopf drückt. Deshalb geht Schmidt auch nicht davon aus, dass die Entlastungsstraße für Autofahrer weniger attraktiv im Vergleich zur Strecke über die Bahnhofstraße und die Horster Straße wird.

Die für Bauen und für Verkehr zuständigen Experten in der Verwaltung sind sich Schmidt zufolge einig, dass die Ampel der ideale Schritt sei. Dies soll in Kürze mit den zuständigen Politikern diskutiert werden. Schmidt hofft auf grünes Licht, sodass das nötige Geld – etwa 10000 Euro – in die Beratungen für den Haushalt 2016 aufgenommen wird. gus

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