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Bad Nenndorf So sieht das Feuerwehrhaus von innen aus
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf So sieht das Feuerwehrhaus von innen aus
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15:41 08.06.2018
Kein vergleich zum alten Domizil: Im neuen Feuerwehr hat jeder Brandschützer seinen eigenen Spind - und kann sich somit ungestört umziehen. Quelle: göt
Bad Nenndorf

Ein „himmelweiter Unterschied“ ist für Thomas Hoffmeister, stellvertretender Ortsbrandmeister, zwischen dem alten und dem neuen Domizil der Bad Nenndorfer Feuerwehr zu spüren. Inzwischen haben sich die Feuerwehrleute gut eingelebt – der ideale Zeitpunkt, um das neue Gerätehaus der Öffentlichkeit zu zeigen.

Bedarf an Walkie-Talkies

Als die Kameraden Ende November in das neue Feuerwehrgerätehaus am Bahnhof umgezogen sind, hat alles Grundlegende für die Arbeit der Brandschützer funktioniert, erklärt Hans-Martin Cronjaeger, der die Neubauplanung eng begleitet hatte. Fertig war der Neubau noch nicht, und selbst heute fehlen noch die letzten Feinheiten. „Das ist nichts Wildes“, so Cronjaeger. Bis zum Tag der offenen Tür sollen auch die letzten Anschlüsse und EDV-Einrichtungen erledigt sein.

Die prägnantesten Unterschiede zum alten Domizil sind wohl die Größe und die Modernität des Neubaus. „Wir bräuchten eigentlich Walkie-Talkies um hier drinnen zu kommunizieren“, sagt Hoffmeister mit einem Augenzwinkern. Dabei ist die Größe des Gebäudes angemessen und der Norm entsprechend, wie Cronjaeger betont.

Im Außenbereich ist ein Rückzugsort inklusive Grillplatz entstanden.

Endlich richtige Umkleiden

Die Wehr hat 70 Aktive. In den Umkleiden stehen 90 Spinde zur Verfügung. Einige sind für die dualen Einsatzdienstler vorgesehen – also diejenigen die beispielsweise in Haste wohnen aber in Bad Nenndorf arbeiten und tagsüber dort bei Einsätzen mitfahren.

Nun überhaupt richtige Umkleideräume zu haben, ist für die Kameraden eine deutliche Verbesserung. Früher mussten sie sich direkt in der Fahrzeughalle zwischen den Autos umziehen. Dabei war es so eng, dass sie aufpassen mussten, nicht den Arm des Nachbarn ins Gesicht zu bekommen, erinnern sich Cronjaeger und Hoffmeister. Zudem gab es lediglich Kleiderhaken und somit keine vernünftige Trennung zwischen Privat- und Einsatzkleidung.

Im alten Haus gab es für Männer und Frauen jeweils nur ein Waschbecken und keine Duschen. Nach den Einsätzen mussten die Brandschützer Schlange stehen, um sich vor der Heimfahrt noch schnell die Hände zu waschen.

Mehr Übersicht, mehr Unterrichtsräume

Das Platzproblem manifestierte sich auch im Lager. Im alten Haus gab es nur zwölf Palettenplätze, restliche Utensilien wurden in Kellerräumen, auf Zwischenböden, einem Container und Garagen verteilt, erzählt Cronjaeger. Zum Vergleich: Das Hochregal im Neubau bietet 84 Palettenplätze. „Das ist erheblich übersichtlicher“, schildert er.

Ein neues Hochregal bietet reichlich Stauraum

Insgesamt habe der Umzug der Feuerwehr vieles erleichtert, sind sich beide einig. Vor der Tür gibt es genug Parkplätze, der Hof ist groß genug, um dort zu üben. Es gibt nun mehrere Unterrichtsräume. Einer davon ist auch groß genug, um allen Aktiven einen Sitzplatz zu bieten. Außerdem stehen Werkstätten, Büros, Besprechungs-, und Funkräume zur Verfügung.

Reizvoller Außenbereich

Es stehen ein Waschraum für die Einsatzkleidung und eine große Waschhalle für Einsatzfahrzeuge zur Verfügung. Beides wird von allen Feuerwehren der Samtgemeinde genutzt. Nun gibt es auch Vorratsräume und eine richtige Küche, in der bei größeren Einsätzen auch Suppen warm gemacht werden können. Vorher hatten die Kameraden nur eine Teeküche zur Verfügung.

Der Förderverein hat der Ortswehr außerdem eine Grillhütte sowie Tische, Stühle und Schirme für den Außenbereich gesponsert. Denn auch die Pflege der Gemeinschaft ist essenziell für die Ehrenamtler.

von Andrea Göttling