Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Sorge um den Kraterzoo

Schließung droht Sorge um den Kraterzoo

Der Bad Nenndorfer Kraterzoo steht offenbar vor der Schließung. Ein Jahr noch, dann könnte das überregional beliebte Tiergehege an der Bundesstraße 65 den Betrieb einstellen. Dies erklärte Inhaberin Lenchen Schulz auf Anfrage dieser Zeitung.

Voriger Artikel
Kreistreffen in Horsten
Nächster Artikel
Missbrauchsfall erneut vor Gericht
Quelle: SN

Bad Nenndorf. Während der gestrigen Sitzung des Behinderten- und Seniorenbeirates kam das Thema zur Sprache, und Stadtdirektor Mike Schmidt bestätigte die Gerüchte. Schulz will sich aus Altersgründen zurückziehen. Dann jedoch benötigt der Förderverein für den Weiterbetrieb eine höhere Zuschusssumme der Stadt, weil zwei hauptamtliche Tierpfleger den Job übernehmen müssten.

 Schmidt sprach von jährlich 42.000 Euro. Darüber hinaus solle die Kommune ihre Zahlungsbereitschaft für fünf Jahre zusagen. Nur unter diesen Voraussetzungen wären die Tierpfleger, die schon einmal in dem Zoo gearbeitet haben, bereit, das fortzuführen. Sie müssten das Areal künftig selbst pachten.

 Ob die Politiker diese Finanzierungszusage geben wollen, mochte Schmidt gestern nicht beurteilen. Allerdings werde es keine einfache Diskussion. Diese beginnt bereits heute, Mittwoch, im Verwaltungsausschuss. Das Gremium tagt am Abend hinter verschlossenen Türen, sein Votum gilt als richtungsweisend für den Rat.

 Lenchen Schulz hat ihre Entscheidung nach eigenen Angaben vor wenigen Wochen getroffen, erzählte sie auf Anfrage der SN. Leicht wäre ihr der Schritt nicht gefallen, sagte sie. Aber so wie es jetzt sei, gehe es einfach nicht mehr weiter. Ein Problem bilde die Arbeitsbelastung. Jeden Tag stehe sie um 6 Uhr auf, um sich um den Zoo zu kümmern, „seit über fünf Jahren habe ich keinen Urlaub und nicht einen Sonntag freigehabt“, so Schulz. „Und ich bin jetzt 80 Jahre alt.“

 Dazu komme die finanzielle Belastung. Denn das Futter müsse sie alleine aus ihrer Rente bezahlen, „das ist einfach zu viel“. Und einen Nachfolger habe sie ebenfalls nicht. Nun hofft sie auf die Unterstützung des Rates, damit es für den Kraterzoo auch in Zukunft weitergehen kann. gus, kle

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr zum Artikel
Familie möchte Tierpark schließen

Herber Rückschlag für all jene, die auf den Fortbestand des Kleinen Zoos am Krater hoffen: Die Betreiberfamilie hat in einer E-Mail an die Stadt und den Förderverein erklärt, das Tiergehege schließen zu wollen. Es gebe zu viele Argumente, die gegen den Weiterbetrieb sprechen, heißt es in dem Schreiben.

mehr

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg