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Bad Nenndorf Sparkasse investiert zwei Millionen Euro
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Sparkasse investiert zwei Millionen Euro
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15:52 26.10.2018
Stefan Nottmeier (von links), Volker Reeh, Heiko Trieschmann und Oliver Schiller schauen sich die entkernten ehemaligen Räume der Polizei an. Quelle: göt
Bad Nenndorf/Rodenberg

Platz im Überfluss hat die Sparkassen Geschäftsstelle in der Bad Nenndorfer Fußgängerzone, seitdem das Polizeikommissariat umgezogen ist. Doch das soll sich bald ändern: Das Obergeschoss wird aktuell ausgebaut und soll Raum bieten für drei Gewerbeeinheiten. Auch auf den übrigen Etagen hat sich viel getan.

Bekenntnis zum Schaumburger Handwerk

Etwa zwei Millionen Euro wird die Sparkasse laut Stefan Nottmeier, Vorstandsvorsitzender, investieren. Dabei werden nur Handwerker aus Schaumburg verpflichtet – vorausgesetzt, das Gewerk ist hier ansässig.

8,6 Kilometer Strom- und 1,6 Kilometer Datenkabel müssen verlegt werden, wie Volker Reeh von der Sparkassen-Betriebsorganisation berichtete. Alle vier Stockwerke haben eine Gesamtfläche von rund 1400 Quadratmetern.

Im Erdgeschoss wird ein Durchbruch geschaffen zu dem ehemals von der Polizei genutzten Bereich. Dort entstehen fünf zusätzliche Räume, schilderte Reeh. Das Foyer als zentraler Anlaufpunkt der Geschäftsstelle wird ebenfalls modernisiert.

Geschäftsstelle rückt künftig zusammen

Die Geschäftsstelle zieht somit komplett auf eine Ebene, ausgenommen sind die Sozialräume für Mitarbeiter im Untergeschoss. Dort ist zudem bereits eine Steuer- und Wirtschaftsberatung eingezogen.

Im Obergeschoss sollen drei barrierefreie Gewerbeeinheiten entstehen. Diese befinden sich im Rohbauzustand. Interessierte Mieter hätten deshalb auch noch Einfluss auf Aufteilung und Gestaltung der Räume, warb Jens Wiemken, Leiter der Organisationsabteilung. Im zweiten Obergeschoss entsteht Wohnfläche, die bereits vermietet ist. Auch der Juwelier im Erdgeschoss wird seine Fläche um einige Quadratmeter im Bereich der ehemaligen Polizeidienststelle vergrößern.

Diese Pläne sollen nach und nach umgesetzt werden. Mit der Fertigstellung des Geschäftsstellen-Umbaus wird im ersten Halbjahr 2019 gerechnet.

Feuer macht Pläne vorerst zunichte

Während es in der Geschäftsstelle in Bad Nenndorf nun kräftig voran geht, wird in Rodenberg zunächst noch die Lage eruiert. Wie berichtet, hat der Brand im Dachstuhl dem geplanten Bezug der Geschäftsstelle Ende des Jahres einen Strich durch die Rechnung gemacht.

„Wir versuchen, möglichst schnell anzufangen“, schilderte Nottmeier. Der Schaden soll möglichst schnell beseitigt werden. Das Löschwasser habe in Keller, Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss aber keine großen Schäden hinterlassen. Die Filiale wird noch bis ins zweite Quartal 2019 in den Containern untergebracht sein, schätzte Wiemken. Dies hänge auch damit zusammen, wie hart der Winter werde.

Derzeit seien die Sachverständigen am Werk, erklärte Wiemken. Geprüft wird unter anderem, ob der Dachstuhl komplett oder nur zum Teil erneuert werden muss. Das Dach wurde zunächst mit einer Plane abgedichtet.

von Andrea Göttling