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Spenden, aber richtig

Bad Nenndorf/Rodenberg / Spenden, aber richtig

Wer kennt sie nicht, die Spendendosen in Verbrauchermärkten und auf den Tresen der Einzelhändler. Meist eine gute Sache. Doch wie kann man sich sicher sein, dass die Empfänger seriös sind und das Geld dem versprochenen Zweck zugute kommen?

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Die Vorsitzende des lokalen Tierschutzvereins, Jutta Schneider, und Dackel Basti bedanken sich für Futter- und Geldspenden.

Quelle: tes

Bad Nenndorf/Rodenberg (tes) Jutta Schneider, Vorsitzende des Tierschutzvereins Rodenberg, Bad Nenndorf und Umgegend rät Spendewilligen, sich zuvor zu informieren, wen sie unterstützen wollen und wie diese Organisation arbeitet. Auf Nummer sicher geht, wer Vereinen vor Ort den Vorzug gibt.

Was den Tierschutz angeht, hat Schneider aktuell schlechte Erfahrungen gemacht mit dem Brandenburger Verein „Mobile Tierrettung“, der bundesweit um Geldspenden wirbt und seine Spendendosen auch im Raum Bad Nenndorf und Rodenberg aufstellt. „Von diesen Spenden haben notleidende Tiere in Schaumburg nichts“, hat die Tierschützerin während eines Anrufs bei der „Mobilen Tierrettung“ erfahren.

„Das ist harter Tobak, dass die ihre Spendendose hier neben der vom örtlichen Tierschutzverein aufstellen“, ärgert sich die Leiterin der Bad Nenndorfer Tierauffangstation. Auch für den Deutschen Tierschutzverein als Dachverein des hiesigen Tierschutzvereins sei die Mobile Tierrettung und deren offensive Spenden- und Mitgliederwerbung „ein rotes Tuch“. Mehr noch: Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz hatte bereits im August 2009 ein Sammlungsverbot gegen die Mobile Tierrettung bestätigt. Zuvor hatte die zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) dem Verein jegliche Spendensammlungen untersagt.

Grund war, dass die Mobile Tierrettung über beachtliche Summen keine hinreichenden Nachweise zur Verwendung der Spenden erbracht hatte, bestätigt die ADD in einer Pressemitteilung.

Zum Beziehungsgeflecht der Mobilen Tierrettung gehört demnach auch die „Tierschutzliga in Deutschland“, die ebenfalls keine Spenden mehr sammeln darf. Schneider empfiehlt Tierfreunden deshalb, zweimal hinzusehen bei der Auswahl der Empfänger von Spenden, und zu prüfen, ob es einen Tierschutzverein vor Ort gibt. In der Tierauffangstation hinter dem Bad Nenndorfer Bahnhof könne sich jeder bei einem Besuch davon überzeugen, dass die Hilfe ankommt.

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