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Stadt ändert Regeln für Vereinsheim-Nutzung

Bad Nenndorf Stadt ändert Regeln für Vereinsheim-Nutzung

Die Stadt Bad Nenndorf lässt die Regeln für die Nutzung des Mehrgenerationenhauses Vereinsheim überarbeiten.

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Wer das Vereinsheim zu welchen Konditionen benutzen darf, wird neu ausgearbeitet.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Dies ist Konsens im Ausschuss für Jugend, Soziales, Kultur und Sport gewesen.

Die Entwicklung hat das derzeit gültige Konzept hinfällig werden lassen. Das Mehrgenerationenhaus wird nicht, wie einst beabsichtigt, in erster Linie von den zahlenden Mitgliedsvereinen der Interessengemeinschaft Vereinsheim (IGV) genutzt. Dafür sind neue Angebote wie die Sprachkurse für Flüchtlinge, das Café International und andere soziale Veranstaltungen hinzugekommen.

Daher besteht Handlungsbedarf, den einst geschossenen Überlassungsvertrag und die Nutzungsverordnung anzupassen, lautete die Überzeugung der Verwaltung. Zur IGV gehören der VfL Bad Nenndorf, der Männergesangverein und der Schützenverein Bad Nenndorf. Diese zahlen für die ständige Raumbelegung, während andere Gruppen kostenlos in das Gebäude dürfen.

Philipp Plümer (CDU) teilte die Meinung der Verwaltung. Die CDU sei deshalb für einen neuen Entwurf, der dann noch einmal im zuständigen Fachausschuss besprochen werden soll. Eine inhaltliche Debatte lehnte Plümer in der jetzigen Sitzung ab, da noch keine Diskussionsgrundlage existiere. Dem schlossen sich weitere Politiker an. Die inhaltliche Diskussion blieb aber dennoch nicht aus.

Uwe Engelking (WGN) drängte darauf, die Debatte nicht zu weit hinauszuschieben. Im Frühjahr sollte der Entwurf für die Neufassung vorliegen, meinte er. Dies sagte Engelking unter anderem mit Blick auf die Planungen für die Skateranlage, die möglicherweise in der Nähe platziert wird, sodass die Frage entstünde, ob den Nutzern ein Zugang zu sanitären Anlagen im „Vereinsheim“ gewährt werden soll.

Auch die sich ständig verändernde Flüchtlingssituation hatte Engelking im Blick. In dem Zusammenhang möchte die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) ein Angebot für Flüchtlinge starten – im Mehrgenerationenhaus Vereinsheim.

Der Umstand, dass mit der AsF eine parteipolitische Gruppierung das Mehrgenerationenhaus nutzen will, hielten einige Ausschussmitglieder für problematisch, denn dies war bislang per Satzung ausgeschlossen worden. Engelking wies darauf hin, dass auch eine rechtsextreme Partei einmal den Sprung in den Rat schaffen könnte – allein schon wegen der drohenden Zunahme von Fremdenfeindlichkeit wegen des starken Flüchtlingszustroms. Und dann hätten Rechte die Chance, sich die Nutzung des Gebäudes zu erstreiten. „Den Tag will ich nicht erleben“, betonte der WGN-Politiker.

Der Ausschuss stimmte dafür, dass die Verwaltung Entwürfe für Nutzungskonzept und Überlassungsvertrag erarbeitet. Diese sollen Grundlage einer weiteren Debatte sein. gus

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