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Bad Nenndorf Stadt braucht sieben Hektar Bauland bis 2020
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Stadt braucht sieben Hektar Bauland bis 2020
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17:37 21.09.2011
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Bad Nenndorf (kcg). Der Bedarf könnte durch die Erschließung des ehemaligen Harms-Geländes an der B 65 gedeckt werden. Die Vermarktung der Grundstückte ist allerdings nicht möglich, weil sich das Gelände in Privatbesitz befindet.

Wie Simone Strohmeier vom beauftragten Planungsbüro Infraplan in Celle ausführte, basiert ihre Prognose auf der Annahme, dass sich die positive Bevölkerungsentwicklung und die Nachfrage nach Baugrundstücken in Bad Nenndorf von 2000 bis 2010 in den nächsten zehn Jahren auf etwas niedrigerem Niveau fortsetzt. So geht die Bedarfsanalyse von 255 neuen Einwohnern in Bad Nenndorf und einer Nachfrage nach 193 Wohneinheiten bis 2020 aus.

Derzeit stehen in den Baugebieten „In der Peser“, „Vorderes Hohefeld“ und „Westlich Kurpark“ noch rund 80 Grundstücke zur Verfügung. Der Bauland-Bedarf ist damit bis Ende 2014 gedeckt. Für den Zeitraum von 2015 bis 2020 müsste Strohmeiers Berechnungen zufolge Bauland für 113 Grundstücke zur Verfügung gestellt werden. Bei einer Grundstücksgröße von 500 Quadratmetern plus Flächen für die Erschließung und Grün sind das 7,3 Hektar. Würde das Baugebiet „Am Krater“ auf dem Harms-Gelände erschlossen werden, gebe es keinen weiteren Baulandbedarf innerhalb der nächsten zehn Jahre, erklärte Strohmeier.

In der anschließenden Diskussion waren sich die Politiker einig, vorerst kein neues Bauland auszuweisen. „Es besteht in den nächsten drei Jahren kein Handlungsbedarf, wir können abwarten und uns die Entwicklung anschauen“, betonte WGN-Fraktions-Chef Frank Steen. Bevor neues Bauland ausgewiesen werde, „sollte das Harms-Gelände in den Vordergrund“ gestellt und geprüft werden, ob die Stadt das Grundstück vom Eigentümer kaufen kann. Bernd Zimmermann (WGN) regte zudem an, den Altbaubestand in der Kurstadt in die Bedarfsanalyse mitaufzunehmen. Vor allem im Horster Feld könnten bald Häuser leer stehen und von Neubürgern gekauft werden.

Die CDU sah sich hingegen durch die Bedarfsanalyse in ihrem Vorschlag bestätigt, das Rathaus abzureißen (wir berichteten), um das Grundstück an der Rodenberger Allee als Bauland zu vermarkten.

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